Logbuch


Herzlich Willkommen in unserem Logbuch zur 24h-CF-Lauf-Challenge!

14.09 - 21.09. - Hui, jetzt verfliegen die Tage aber... und ich komme kaum zu den Videos. Besuch, Garten, nach wie vor doch ausruhen - ich bin nicht richtig fit - , einige Dinge im Privaten nachholend, komme ich kaum noch zum Logbuch. Und eigentlich ist ja auch alles gesagt. Unterm Strich stehen die erreichten 268,5km, über 22.000,-€ insgesamt und die Wiederholung des Spendenlaufs am 10./11. September 2022. Damit schließe ich das Logbuch. Wenn ich zu dem Videomaterial komme, werde ich dies in den sozialen Medien und hier auf der Startseite kundtun. VIELEN VIELEN DANK nochmals an alle, die an diesem tollen Projekt mitgewirkt haben und an die wahnsinnig vielen Spender, welche diese geniale Summe ermöglicht haben. Bleibt gesund!


iNgO-go-go


12. & 13.09. 2021 - Wir/ich werde(n) uns/mich nun nicht mehr täglich hier melden. 1-2 Male die Woche, bis zum gänzlichen Abschluss des Projekts. So wie ich das sehe, haben wir es alle final gut weggesteckt und sind alle auch schon wieder in den Laufschuhen unterwegs. Ich bin gestern auch nach 4 Wochen auch mal wieder richtig gelaufen, die 36km vor 2 Wochen bestanden ja aus Laufen und Gehen. Die gestrigen 12km fühlten sich gut an, solange das Wetter mitspielt, verkrieche ich mich noch nicht in den Winterschlaf.


Allerdings glaube ich, dass das mit dem Nachholen eines großen Laufs für mich in diesem Jahr doch nix mehr wird. Nach meinen 4 großen Einheiten im Sommer (41, 46, 50 und 61 Kilometer) gab es es ja für mich kein Finale sozusagen und ich wollte dies in irgendeiner Form noch nachholen. Aber bis ich wieder auf dem Niveau bin, bräuchte ich jetzt noch mal 6-8 Wochen und dann ist eben doch schon Herbst da draußen. Hmm, schade, es hat wohl nicht sollen sein. Und vielleicht wurde ich auch gerettet von unseren Freunden, welche schon nicht mehr unter uns sind, welche meinten, sie müssen mir aufzeigen, dass beides an diesem Tag nicht geht. Und damit auch ICH das kapiere musste es vielleicht eine starke Mandelentzündung sein.


Der endgültige Spendenstand dauert nun doch noch ein wenig, da die Gelder über mehrere Kanäle verbucht werden. Auf jeden Fall steht nun fest, dass es am 10./11. September 2022 zu einer Wiederauflage des 24h-Spendenlauf´s kommen wird! :-) Und auch das Videomaterial dauert noch etwas. Privat ist viel Arbeit liegengeblieben in den letzten Wochen, welche nun erstmal Priorität hat. Bis die Tage.... iNgO-go-go


11.09.2021 - So... ich hatte ja bereits geschrieben, dass wir für einige Tage (5.-10. September) ein paar Tage wegfahren. Nun bin ich wieder zurück uns werde mich kommender Woche mal den Videoaufnahmen widmen.


Ich war seither noch nicht wieder laufen und fehlen tut es mir auch nicht. Obwohl es erst 2 Wochen her ist, kommt es mir jetzt schon vor, als seien es 2 Monate. Komisch. Eigentlich hatte ich ja vor, meinen Lauf noch nachzuholen, schließlich habe ich ja den ganzen Sommer massiv trainiert und wollte im September nochmal nach MD fahren und für mich laufen. Bei dem ganzen Training und der Vorbereitung war es ja für mich ein bisschen ohne Finale, also ohne persönlichen Laufabschluss. Aber ich ahne bereits, dass das wohl doch nix wird. Emotional war das vor 2 Wochen der Zenit und seither bin ich körperlich und mental auf Talfahrt. Also nicht down, sondern im Tal unten, sprich auf Level "normal" angekommen.


Evtl. werde ich heute oder morgen mal eine Runde laufen gehen und mal schauen, wie sich das anfühlt. Dafür bin ich diese Woche zwei Mal Rad gefahren, jeweils um die 20km und dies fühlte sich gut an. Na mal gucken... Ein schönes Wochenende!


06.09.2021 - Nachbericht von Thomas...


Ich sitze auf unserer Terrasse und schau auf den Sonnenuntergang, während ich diese Zeilen schreibe. Rund 1,5 Wochen sind seit unserem großen Event vergangen.

 

Wow! Was war das vor 1,5 Wochen? Was ist da mit uns passiert? Ein unglaubliches Erlebnis! Haben wir das tatsächlich geschafft? Trotz all dieser Umstände im Vorfeld? Der Ermüdungsbruch von Richard, der Infekt von Ingo, der Sturz im Training von Stephan, Hesi und ich mit unseren Problemen an den Sehnen bzw. Waden? Alle hatten wir unser Päckchen dabei. Und trotzdem haben wir alle gebrannt.

 

Auch der Wettergott war uns tagsüber hold. Sogar ein wenig Sonne kam raus. Naja, davon habe ich ja nicht viel mitbekommen. Ich habe geschlafen. Musste schließlich Kraft sammeln für die Nacht. 

Aber wie haben wir uns gefreut nach so langer Zeit einmal wieder zu sehen. Und es war eine unglaublich großartige Zeit mit euch in Magdeburg. Es war ein Lauf, wie ich ihn mir vorstelle. Mit Hochs und Tiefs. Ein Spagat zwischen „vor lauter Kraft strotzen“ und „verdammt ich kann kaum noch laufen“. So erging es mir in der Nacht. Trotzdem wurden es immerhin noch 40 Kilometer.

 

Meine kleine Nachtruhe hat wie ein Wunder gewirkt. Das Laufen ging wieder. „Echt jetzt? – Ich kann wieder laufen?“ das waren meine Gedanken. Und ja es ging wieder. So konnte ich doch noch meine 55 Kilometer voll machen.


Aber was zur Hölle hat unser Hesi gemacht? Haut der Kerl doch 81 Kilometer aus seinem Ersatzorgan. Wahnsinn. Auch unser Präsi (Sorry Stephan :-P) hat die 70 Km geknackt. Hammer! Und was machen Richard und Ingo? Selbst diese 2 Typen hauen raus was Ihnen möglich ist und laufen jeder über weit über 30 Km. Das hat mich sprachlos gemacht. Wirklich! Ingo und ich konnten uns ja nicht mal mehr in die Augen sehen, ohne einen Damm aufzubrechen.

 

268,5 Kilometer und über 20.000 Euro an Spenden!

 

Was für eine Leistung auch von euch Unterstützern. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen. Da müssen wir vor allem zuerst einmal Sabine und Heiko (von der Magdeburger Laufkultur 08) danken. Und der kommt ganz tief von Herzen. Ebenso die ganzen Helfer:
Meine Frau, welche die ganze Nacht am Versorgungstand geholfen hat, Regina (Ingos Frau), Uwe am Bierstand! Was für ein Glück, dass es solche Menschen gibt! Menschen, die an das Verrückte und uns glauben. Auch das gibt Kraft.


Danke aber auch an alle anderen, die uns mit der Spende und Ihren Worten Kraft gegeben haben. Auch durch die tollen Gespräche auf der Strecke.
 
Nun 1,5 Wochen danach kann ich sagen: Was für ein Glück ein Teil davon gewesen zu sein. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Auch dafür, dass ich noch sowas machen kann. Burkhard, Martin (mein Bruder) und alle anderen CFler, welcher nicht mehr bei uns sind haben sicherlich über uns gewacht. Ganz bestimmt wären Sie auch sehr stolz auf uns.
 
Und nun? Tja nun geht es erstmal wieder in den Alltag. In den nächsten Wochen beginnt wieder das Training. Erstmal easy. Ich hoffe sehr, dass es ein Wiedersehen gibt. In Magdeburg. Nächstes Jahr. Das wäre super!

 

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute, viel Gesundheit und Spaß am Sport oder besser viel Spaß am Leben! Thomas


05.09. - 10.09.2021 - Nun doch ein paar Tage weggefahren. Nach dem ganzen Rummel und der Nachbearbeitung sind wir doch für fünf Tage zum Runterkommen zur Mecklenburger Seenplatte gedüst. Kopf aus und die letzten Sommertage genießen!


04.09.2021 - 99 Fotos... viel Spaß. Nach dem nächsten Wochenende gibt´s nochmals ein-zwei Videos

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03.09.2021 - Danksagungen:


Zu aller erst natürlich den größten Dank dem ganzen Team der Magdeburger LaufKultur 08 e.V. Ohne sie wäre dieser Lauf natürlich überhaupt nicht möglich gewesen. Allen voran selbstverständlich Sabine und Heiko Björn.


Auch einen großen Dank an Ronald Blom, den Betreiber der Sportgaststätte Seiler Wiesen für das Catering, den Aufbau und alles was dazu gehört.


Ebenso Dank dem DRK, welche rund um die Uhr mit 1-2 Fahrzeugen dabei waren, der Polizei für ihre nächtliche Streife, dem TangerTimeService mit Bernd Ebert, der CF-Selbsthilfe Braunschweig mit Franziska Wotipka, Andreas Jäger und Christoph Bethge, dem MDR und MDF1 für die tollen Beiträge und den Journalisten Dennis Uhlemann und David Joram für die Berichterstattungen.


Dank auch an Uwe Willenbacher für den Bierausschank des alkoholfreien Bieres und vielen anderen, welche in diesen 24 Stunden beim Projekt geholfen haben.


Nicht zu vergessen die vielen Firmenspenden, wie Aposan, die Centralapotheke Falkenstein, cf.md, Erdinger, Informatica, der Malteser Hilfsdienst, Mary´s Apotheke, Rainfarn Apotheke München, die Regionalgruppe Siegen, der WOBAU...


UND den vielen vielen großen und kleinen Privatspendern, ohne die niemals diese Summe zustande gekommen wäre!

ALLEN sage ich – auch im Namen meiner Jungs und dem Mukoviszidose e.V. ein riesiges


DANKESCHÖN!!!! 



02.09.2021 - Ganz ehrlich, gestern hätte ich noch gar nichts schreiben können zum vergangenem Wochenende. Zum einen, weil ich noch gar nicht die Zeit hatte -neben dem Sortieren meiner Körbe (Infomaterial, Technik usw.) - war der Kopf auch noch nicht bereit zum Schreiben. Somit war ich froh, dass Stephan und Hesi so fix waren, mit ihren Beiträgen zum Logbuch. Ich werde auch noch das ganze WE brauchen für Schreiben, Email-Antworten, Danksagungen, Bild-& Videomaterial und Co.


Historie: Am Freitag sind wir mit 2 vollbepackten Autos gen Magdeburg gestartet und im Gießkannenregenschauer in Magdeburg angekommen. Auf der Autobahn musste ich zeitweilig auf 60km/h hinunterbremsen, weil es derart goss, dass Aquaplaning drohte. Ein bisschen mit den Augen rollend, dass es nach wie vor kein August sei mit 16 Grad, redete ich mir positiv ein, dass alles was jetzt runterkommt, morgen nicht mehr kommen kann.


Am Nachmittag reiste Stephan bereits an und wir verabredeten uns zu einem Kaffeetrinken im Hause meiner Mutter. Wir unterhielten uns ein wenig über die Vereinsarbeit und fachsimpelten, was nun am nächsten Tag möglich sei. Er war hoch erfreut mich wieder auf den Beinen zu sehen. Am Abend suchten wir uns einen Italiener um den Kohlenhydratbedarf in Form von Nudeln für den nächsten Tag zu gewährleisten. Richard hatte sich erst spät in Magdeburg angekündigt, Thomas ebenso. Hesi kam etwas eher, sodass Stephan ihm noch ein Paket Nudeln mit ins Hotel bringen konnte.


Relativ früh, gegen 21:00 Uhr, verließen wir das Lokal und jeder machte sich in freudiger Erwartung ins Bett, denn der kommende Tag wird ein Mammuttag, sinnierten wir. Wir fuhren noch am Abend mit unserem Wohnmobil in den Stadtpark, schließlich wollten Sabine, Heiko und ich uns am Samstagmorgen um 07:30 Uhr, eine halbe Stunde bevor alle Helfer kamen, nochmals in kleiner Gruppe treffen.


Pünktlich um 07:00 Uhr erwachte ich und schaute in den grauen Morgen aus dem Fenster des Wohnmobils. Draußen tigerten schon zwei Läufer, welche auf den PKW-Einlass warteten, herum. Als ich 15 Minuten später die Tür aufschlug und mich die ersten Meter gen Vereinsgelände zu bewegen, vernahm ich schon ein erstes gut gelauntes "Guten Morgen Ingo". Der Typ, welcher mir völlig unbekannt war, grinste mich an, nachdem ich freudig erwiderte und meinte "Ich weiß, wer Du bist, ich bin der Andreas Amberger", worauf ich entgegnete "Ah, der Kumpel vom Hesi, hallo, gut geschlafen?..." . Unsere Wege sollten sich am Tag mehrfach kreuzen.


Sabine, Heiko und ich umarmten sich bei der Begrüßung, noch war alles ruhig. Eine halbe Stunde später jedoch sollte es ganz anders aussehen. Die ersten Läufer kamen mit ihren PKWs an und Sabine wies alle ein. Einige schliefen in ihren Autos und bekamen extra Parkplätze zugewiesen, andere hatten Zelte dabei und durften auf einem weiteren Parkplatz parken und wieder andere waren entweder nur Tagesgäste oder hatten ein Hotelzimmer. Auch Hesi, Thomas und Richard kamen gegen 08:00 Uhr zum Gelände und bauten ihr Zelt auf. Heiko kümmerte sich mit Ronald - dem Wirt der Sportgaststätte Seiler Wiesen um den kompletten Aufbau des Versorgungszeltes & Co und überall wuselte es nun herum.


Mit immer mehr Helfern und Läufern füllte sich das Gelände. Meine Mutter und Ihr Mann waren zugegen um mitzuhelfen, mein Vater kam, um mir beim Technikaufbau zu helfen, meine Frau war ebenso überall und nirgends zu greifen und mir schwante am frühen Morgen schon, dass es für uns beide ein sehr anstrengender Tag werden würde. Ich selbst war noch lange nicht auskuriert von meinem grippalen Infekt und der Mandelentzündung vor einer Woche und meine Frau hatte inzwischen auch einen Schnupfen davongetragen.

Irgendwann erinnere ich mich, bat mich Heiko ein paar Fotos zu machen, aber wann?! Das Technikzelt für den Livestream samt der Technik sollte innerhalb von einer Stunde stehen, sodass wir "auf Sendung gehen" können. Gegen 09:00 Uhr kam Franziska Wotipka aus Königslutter für den Infostand, fast zeitgleich kam Frau Dr. Wachsmuth aus Halle mit einer Herztransplantierten, welche über das Thema Organspende aufklären wollte und als ich gerade auf der Straße stand um mich zu sammeln, was im Moment wichtiger sei, erspähte ich einen Van mit Malteser-Kühlanhänger. Mein Kumpel Uwe Willenbacher kam nun doch schon eher mit dem alkoholfreien Bier, welches wir von der Firma ERDINGER gesponsert bekommen haben.


"Ingo, wo kommt der Infostand hin?"... "Ingo, wo kommt der Malteseranhänger hin?" ... "Ingo, sind das die Infomaterialien?" ... "Ingo, können wir den Pavillon für den Bierausschank hier hin stellen?" ... "Ingo, wir bräuchten bitte einen Tisch und eine Bank für den Stand" ... "Ingo, wo bekomme ich Strom her" ... "Ingo, bei deinem Rechner geht der HDMI-Eingang nicht" ... "Ingo...". Und immer mal wieder musste ich selbst nachfragen bei Sabine, Heiko oder Ronald, weil es auch für mich das erste Mal hier vor Ort war. Eine halbe Stunde vor dem Start, war ich schon 1x komplett durchgeschwitzt und fern ab meiner eigenen Vorgabe, mich zurück zu halten.

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Die Jungs waren gut drauf und bis in die Haarspitzen motiviert und hatten schon die ersten Gespräche mit anderen Läufern. Gegen halb zehn traf der Bürgermeister Klaus Zimmermann ein, welcher ebenso ein paar Grußworte zur Eröffnung sprechen wollte. Mit Stephan habe ich mich im Vorfeld abgesprochen, dass wir vor Ort ganz kurzfristig entscheiden, wer von uns seitens des Muko e.V. bei der Eröffnung spricht. Ich hatte mir zwar im Vorfeld ein paar Gedanken gemacht, jedoch erkannte ich schnell, dass ich dafür keinen Kopf habe und Stephan -als unseren Bundesvorsitzenden- dies lieber machen lasse. Ich hätte nicht so schnell den Organisationsschalter im Kopf umlegen können, so dass ich sehr froh war, dass Stephan das übernahm.


Pünktlich um zehn Uhr zählte ich von 10 herunter und gab das Startsignal mit einer Hupe. Nun ging es los, für die Läufer, für die Jungs, 24 Stunden Zeit um so viele Kilometer wie möglich zu absolvieren. Auf was haben sich die Jungs da nur eingelassen? Ja, ich bin Schuld, ich weiß, lach. Angedacht war, dass wir die allererste Runde gemeinsam machen, jedoch war dies mir nicht möglich, denn zunächst musste der Live-Stream überwacht werden, ob alles so läuft, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich ging erstmal herum und schaute ob bei Uwe, Franzi und Christoph Bethge (CFler) - welcher ebenso zur Standbetreuung in die Stadt gekommen war - vorbei um mich zu erkundigen ob alles steht, bzw. jemand noch etwas braucht oder Fragen hat.


Nach einem Kaffee, welcher mich aufwärmte stand Gott sei Dank meine Frau vor mir mit belegten Brötchen und erinnerte mich daran, dass ich auch mal was Essen müsse, es sei schon nach Mittag. Bei solchen Aktionen vergesse ich schnell mal, dass ich keine Maschine bin, die sich an der Steckdose auflädt, sondern ich auch Essen brauche. Uwe grinste mich an und reichte mir ein alkoholfreies Weißbier. "Nee, ich kann doch jetzt kein Bier trinken, auch wenn es alkoholfrei ist." Es währte nur kurz und ich hatte es in der Hand. Erfrischend, wohltuend. Und das erste Mal an diesem Tag stand ich mal mehr als 2 Minuten auf der Stelle.

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Immer wieder kamen Hesi, Richard und Stephan Runde um Runde am Stand vorbei. Thomas hatte sich nochmals schlafen gelegt, er ist nur die ersten Runden mitgelaufen. So wie jeder von uns seine eigene Taktik im Training hatte, hat Thomas sich auf den Nachtlauf spezialisiert und wollte am Abend starten und die Nacht durchlaufen. Hier einer der wenigen Zeiten, wo wir 3 gemeinsam mal eine Runde gegangen sind, wohl die einzigste Gemeinsame. 

Ich weiß nicht, wie oft ich gen Himmel schaute, die Wolken spielten mit uns. Immer wieder zogen dicke Regenwolken auf, tänzelten um den See um dann ohne Erguss wieder abzuziehen. Und tatsächlich kam die Sonne am Nachmittag heraus. Ich packte mir meine Gopro und Fotokamera um bei Sonnenschein ein paar schöne Aufnahmen zu machen. Am Morgen, als der MDR vor Ort war und ein paar Sequenzen, sowie Interviews aufnahm, war es doch noch sehr grau in grau.

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Am Nachmittag kam der regionale Fernsehsender MDF1 und drehte ebenfalls vor Ort für einen schönen Bericht. Auch der MDR war nochmals da, um mit einer Drohne tolle Aufnahmen von unserem Event zu machen. Gegen 17:00 Uhr versammelten wir CF-ler uns nach und nach vor der Live-Stream Kamera und berichteten über den aktuellen Stand. Stephan und Hesi hatten da bereits den Marathon in der Tasche und waren frohen Mutes. Richard hatte mit und ohne Krücken ebenso die 10km-Marke überschritten und meinte "da geht noch mehr". Auch ich hatte gegen Nachmittag auch schon meine 10km gehend, laufend, gehend hinter mich gebracht. Irgendwann musste ich einfach auch mal um den See. Durch meinen Herzfrequenzbrustgurt, welchen ich rund um die Uhr trug, hatte ich meinen Puls immer unter Kontrolle und kam nie über 120 Schläge. Als Stephan und ich vor der Kamera über das Wetter sprachen, fiel es uns plötzlich ein, warum die Wolken uns verschonten. Ganz klar, Burkhard drehte daran! Burkhard war unser aller Vorreiter im Sport, er lief schon Marathons, als wir 5 noch die Füße auf dem Sofa hatten und meinten mit CF sei dies unmöglich. Er verstarb leider im Februar 2020 an Darmkrebs und ihm zu Ehren wollten wir auch in Gedenken laufen.

v.l.n.r. - Burkhard, Thomas, Ingo, Stephan, Hesi, Richard im Jahr 2018 beim Amrumer Mukolauf


Am Abend jedoch setzte doch der Regen ein. Wie ein Dimmer, an welchem man das Licht regelt, wurde es merklich immer mehr. Es kam zwar nicht zum großen Regenschauer, jedoch wurde es nässer und nässer. Zu diesem Zeitpunkt lagen die führenden Läufer bereits bei 80 Kilometer, unfassbar.


Die Frequentierung des Infostandes wurde leider auch am Nachmittag, als Andreas Jäger, der Vorsitzende der CF-Selbsthilfe Braunschweig anreiste, nicht besser und so war leider der Stand nicht so erfolgreich, wie erhofft. Neben der Tatsache, dass dieser doch ungünstig aufgebaut war - aber wir hatten von der Stadt Auflagen, welche uns nicht ermöglichten den Stand an die Strecke zu stellen - und dem Wetter geschuldet, waren die Interessenten rar. Ich denke um MD herum und auch in einigen Stadtteilen regnete es derart, dass man sich nicht in die Stadt traute. Ich erinnere mich, dass nachts mal mein Vater anrief und meinte, ob wir abgebrochen hätten, weil in seinem Stadtteil gerade "die Welt untergeht", während es bei uns Gott sei Dank nur nieselte. Und mit Miriam Stutzmann und ihrer Schwester kamen noch weitere Überraschungsgäste aus Helmstedt. Klasse!

Thomas war gegen 19:00 Uhr gekommen und startete super gut gelaunt gegen 19:30 Uhr seinen Nachtlauf. Stephan ging gegen 23 Uhr nach 55 (!) Kilometern ins Hotel, um zu ruhen, ebenso Richard nach 15 Kilometern, erinnere ich mich. Hesi lief zunächst - trotz Achillessehnen-Problemen am Nachmittag - einfach weiter. Gegen Mitternacht entschied auch er sich nach 57 (!) Kilometern ebenfalls im Hotel auszuruhen. Thomas drehte mit anderen Läufern Runde um Runde und ich setzte mich um 01:00 Uhr das erste Mal des Tages in einen Stuhl. Neben dem Hin und Her wuseln meinerseits waren es dann doch 36 km rund um den See für mich, verteilt auf 14 Stunden. Jedoch stand meine Uhr um Mitternacht bei 46.961 Schritten, das entspricht eigentlich lt. meiner Uhr einer Distanz von 42,8km. Die 36km sind darin natürlich enthalten. Am Sonntag waren es dann wohl nochmal 11.270 Schritte, sprich innerhalb von 36 Stunden dann knapp 60.000 Schritte. Das sind in Kilometern etwa 52km. Wie war das mit dem Ausruhen?! 36km um den See, und 16km einfach mal so rumwuseln, lach.


Ich begriff einfach nicht, warum ich nicht müde werde, als ich gegen ein Uhr in meinem Stuhl saß. Geflasht von allem und jedem, geflasht von sehr engen Freunden, welche den Live-Stream über den Tag verfolgt haben und sich einfach in Thüringen ins Auto gesetzt haben um in der Nacht auf Kurzbesuch in Magdeburg zu sein, einfach unglaublich und verrückt, erfreut vom Kurzbesuch von Freunden aus Berlin ... Andrea & Sebastian Fritsche, konnte ich einfach nicht runterkommen. Trotzdem entschied ich mich gegen 01:30 Uhr hinzulegen. Was dann folgte, war nicht normal... 

Für mich war die Nacht, die 6 Stunden, absoluter Horror. In meinem Kopf spielte sich ein Szenario ab, welches ich so noch nicht erlebte. Ständig hörte ich Stimmen, aber nicht von der Strecke, sondern in meinem Kopf, ich hatte das Gefühl jedes Gespräch vom Tag real, alles gleichzeitig in meinem Kopf zu hören, gepaart mit einer Angst, welche mir unerklärlich war. Mein ganzer Körper spielte verrückt. Ich war fix und fertig, der Körper & der Geist schienen alle Ampeln auf Rot zu stellen. Gefühlt nicht eine Minute geschlafen zu haben, quälte ich mich gegen 07:30 wieder aus dem Mobil und traf Stephan, Hesi und Richard. Von ihnen hörte ich, dass Thomas leider gegen 03:00 Uhr wegen muskulärer Probleme zunächst aufhören musste, schade! Auch Hesi hatte eine fürchterliche Nacht hinter sich. Das beruhigte mich ein wenig, wenngleich ich trotzdem völlig am A.. war. Nicht eine Runde, ja nicht mal eine viertel Runde konnte ich am Sonntagmorgen noch beisteuern.


Hesi nahm das Laufen -obwohl auch etwas angeschlagen- als Erster wieder auf, er hatte eine Vision. Stephan ging nur Minuten später wieder auf die Strecke und ich stieg in den Zeitnehmer-Anhänger und schaute, wo wir denn eigentlich von der Kilometerzahl stehen. "Bei 210km" verkündete ich Stephan, Hesi und Richard. "Jungs noch 30 Kilometer!" und ich guckte in ungläubige Augen. "Was, nur noch, wie kann das sein?". Nun, bis dato waren Stephan ca. 55, Hesi ca. 57, Thomas ca. 45, Richard ca. 17 und ich 36 Kilometer gelaufen und um den See gegangen. Und plötzlich war das Ziel ganz nah, 240km in 24 Stunden. Wir hatten noch zwei Stunden Zeit, war dies möglich?


Als wir nur noch neun Kilometer vor unserem Ziel standen, konnten Thomas und ich uns nicht mehr in die Augen schauen. Wir hatten beide glasige Augen und drehten uns von einander weg, damit wir uns wieder unter Kontrolle bekommen. Neun Kilometer noch, dann haben wir das Unmögliche geschafft. Die Jungs waren on fire. Hesi lief sofort wieder los, Stephan hängte sich dran, Thomas startete nochmals und Richard schmiss seine Krücken weg und lief ebenso. Ich wäre zu gern mitgelaufen, aber nach 20 Metern drehte ich mich um, es ging einfach nicht, ich hatte keine Kraft mehr. Ich blickte ihnen hinterher und hatte keine Worte... sie trieben sich gegenseitig an. Die Jungs liefen nochmals Runde um Runde in diesen 2 Stunden und die 240km wurden übertroffen. Wir stellten uns zu einer Laola-Welle auf und kaum war diese im Kasten, liefen die Jungs einfach weiter. 


Ich realisierte nun auch, was uns da gelungen war und da ich mental und körperlich total erschöpft war, bekam ich nun meine Emotionen gar nicht mehr in den Griff. Ich höre ja in meinem Leben schon das ein oder andere Mal, wo andere ein Herz haben, wohnt bei mir ein Stein und ich weiß auch, dass ich manchmal zu brachial und verbissen bin, aber an diesem Morgen floss ich innerlich wie warme Butter dahin. Ich konnte keinen der Jungs fortan mehr in die Augen schauen. Ich lief an der Strecke wie ein ungeduldiger Hund auf und ab und war fassungslos über die Kilometerzahl, die Spenden und dem ganzen Event hier vor Ort.


Als gegen 09:45 die ersten Starter zu ihrer letzten Runde einliefen wurde jeder Läufer frenetisch beklatscht. Jeder wurde wertgeschätzt und feierlich empfangen. Als ich Hesi vor dem Ziel auf seiner letzten Runde traf, verneigte ich mich vor ihm. 81 Kilometer dank Organspende!!! Als nächster kam Thomas ins Ziel, auch ihm sprach ich meinen Respekt aus, Richard war bereits vor Hesi im Ziel auf seiner letzten Runde angekommen. Als letzter von uns kam Stephan mit über 70 Kilometern ins Ziel und ich traute meinen Augen nicht, wie körperlich gefestigt er aussah.

Da standen wir fünf nun im Ziel!


2 6 8 , 5 Kilometer !



Hesi stand vor mir mit Tränen in den Augen über seine unfassbaren einundachtzig Kilometer binnen 24 Stunden und ich musste ihn umarmen und drücken. Ich freute mich so wahnsinnig für ihn, weil ich ein wenig Kenntnis habe, was er in seinem Leben auch schon durchgemacht hat - und jetzt beim Schreiben und nochmaligem Durchleben der Situation, bekomme ich wieder feuchte Augen. Wir umarmten uns und es rannen die Tränen. Wir alle waren geflasht und kurz darauf stand Thomas vor mir, wir konnten uns ja die letzten Stunden schon nicht mehr in die Augen schauen, weil uns die Emotionen übermannten. Auch wir heulten beide für ein paar Momente als wir uns in den Armen lagen. Auch an Burkhard erinnerten wir uns und nahmen diesen mit in unseren Gedanken auf. Zum Schluss kam Stephan auf mich zu und umarmte mich, verbunden mit dem Satz "Dir haben wir das hier heute alles zu verdanken, ohne Dich wäre ich kein Ultramarathonläufer geworden, DANKE mein Freund!". Dass man da nicht kühn bleiben kann, ist sicher jedem klar. Hinter uns liegt ein unfassbares Wochenende, voller Emotionen. Wir haben ein bisschen Geschichte geschrieben an diesem Wochenende des 28./ 29. August 2021!

Heute, am Mittwoch; den 2. September, haben wir noch nicht alle Spenden final zusammen, aber es zeichnet sich ab, dass wir mit unserer Challenge weit über 20.000,-€ erlaufen haben. UNFASSBAR! Und es gab an diesem Tage 3 neue Ultramarathonläufer. Thomas mit 55,5km, Stephan mit 70,5km und Hesi mit 81 Kilometer. Meine 61km aus dem diesjährigen Trainingslauf haben Stephan und Hesi pulverisiert, lach. Und ich gönne es ihnen sowas von !!! Glückwunsch und meinen höchsten Respekt meine Freunde! Alle! Ganz großes Kino, es war mir eine Ehre!!! Danke, dass Ihr mit mir zusammen dies ermöglicht habt, Merci beaucoup!

Zum Schluss überreichten wir Sabine und Heiko von der Magdeburger LaufKultur 08 e.V. eine Schutzengelurkunde mit großem Dank für diesen super tollen Spendenlauf. Herzlichen DANK!

So, nun habe ich noch ein paar Tage Projektarbeit vor mir. Emails stauen sich bereits, Danksagungen möchte ich noch kundtun, Bilder und Videos sollten fertig gemacht werden und so weiter. Zu den Danksagungen werde ich am WE nochmals einen Eintrag verfassen, das vergesse ich nicht. Dieser hier sollte zunächst meine Erlebnisse umfassen. Bis die Tage, Gruß iNgO-go-go


PS: Weitere Bilder und Videosequenzen folgen am Wochenende...


01.09.2021 - Reiner Heske (Hesi)


Kleiner Rückblick vom 24h Lauf in Magdeburg am WE!


Es war bisher die größte sportliche Herausforderung die ich mir reingezogen habe. Sa. 10 Uhr erklang pünktlich die Startsirene. Ab Abends 18 Uhr war ein laufen ohne Achillessehnen Schmerzen nicht mehr möglich. Es lief nicht mehr rund aber irgendwie ging es Runde für Runde weiter. Danke für die Tipps Alex Maier (lächele mehr und denk an was Schönes) und eine weitere Spendenmotivation von Judith Sebastian.


Danke für die tollen Gespräche auf der Strecke Andreas Amberger, Mario Luther Antje Wensel , Stephan Kruip und einigen anderen. Bis 23:00 Uhr hatte ich dann doch noch unerwartet 57 km geschafft. Da es regnete entschied ich dann ein paar Stunden ins Hotel zu fahren. An pennen war zwar wegen den Schmerzen nicht zu denken, aber ich kam etwas zur Ruhe. Leider setze damit auch erwartungsgemäß ein frösteln und Schweißausbrüche ein, was mir die Gedanken ans weiter machen nicht gerade erleichterten. Um 5:30 Uhr aufgestanden und um 6:45 nach Dusche und kleinem Frühstück erst im Entenmarsch, dann sogar wieder laufend auf der Piste. Am Ende um 9:56 Uhr kaputt aber super Glücklich, überquerte ich mit 81 Kilometern Dank Organspende die Ziellinie. Was für ein Tag und was für ein Geschenk trotz Mukoviszidose und einer geschenkter Spender-Lunge. Es war für unser gesamtes CF Laufteam so emotional, das wir es kaum glauben konnten. Sogar Ingo Sparenberg und Richard Koehler konnten trotz ihrer Gesundheitsprobleme noch über 60 km zum gesamt gesteckten Ziel beitragen. So erreichten wir bereits am So. gegen 9 Uhr unser selbst gestecktes Ziel von 240 km.


Endergebnis von uns 5 Mukoläufern 268,5 Kilometer.


Wir freuen uns zudem über die unfassbare Spendensumme, die bereits über 20.000 beträgt. DANKE DANKE, dass Ihr diese Aktion so toll unterstützt habt und uns so auch zu dieser Leistung getragen und motiviert habt. Ich bedanke mich beim gesamten Orga-Team Ingo, Heiko Björn , Sabine und allen ehrenamtlichen Helfern für dieses tolle Event. Ebenso Danke ich dem Team #24hcflaufchallenge  für unseren großartigen Kampfgeist. Erneut tolle Menschen kennen gelernt. In Gedenken an einen tollen Freund und großartigen Muko Sportler Burkhard Farnschläder. R.I.P.


31.08.2021 - Bericht Stephan Kruip


Was für ein Wochenende! Gesundheitliche Probleme bei zwei von uns fünf Läufern hatten das Ziel von 240 km im Vorfeld des Laufs in weite Ferne gerückt. Und ich selbst war ja nie über 50 km gelaufen und wusste nicht, was mich nach dieser Strecke erwarten würde. Insulin, Elektrolyte, Enzyme, Kalorien und Salz wollten richtig dosiert und zur rechten Zeit verabreicht sein. Meine körperliche Schwachstelle, der rechte Achilles-Sehnen-Ansatz wurde mit Muskelaufbau, neuer Lauftechnik und Yogaübungen bearbeitet.


Am Samstag 10 Uhr ging es los, und wir wurden getragen von der Stimmung dieses besonderen Lauf-Events, und von Gesprächen mit anderen Ultra-Läufern z.B. aus dem 100-Marathon Club. Während es am Freitag davor und am Montag danach in Strömen regnete, war es beim Lauf erfreulich trocken, man konnte den Eindruck bekommen, dass Burkhard da oben die schwarzen Wolken auf Abstand hielt. Ein ehemaliger Kollege aus Würzburg hatte mich in der Zeitung entdeckt und begleitete mich Samstagnacht stundenlang auf meinen Runden, das Erzählen von alten Zeiten lenkte mich wunderbar vom Zwicken der Füße ab. Als ich Samstag gegen Mitternacht und nach ca. 55 km mit Ziehen in den Beinen ins Bett ging, dachte ich mir, ich gehe am Sonntag noch eine Ehrenrunde und das wars dann. Umso überraschter war ich, dass ich morgens um 7 wieder ohne Schmerzen laufen konnte. Ich drehte bis zum Ende um 10 Uhr meine Runden und erfuhr erst aus der Urkunde, dass ich tatsächlich die 70 km überschritten hatte. Meiner Laufuhr war durch die vielen Kreise offenbar schwindelig geworden, sie zeigte die Strecken nicht mehr korrekt an.



Vielen Dank an alle Sponsoren und Unterstützer, die Magdeburger Laufkultur mit Heiko und Sabine für die perfekte Organisation, die Selbsthilfe Braunschweig für die Betreuung des Infostandes, aber vor allem an Ingo, ohne dessen Durchhaltevermögen und visionäre Kraft es diesen Lauf gar nicht gegeben hätte...


27./28./29./30.08.2021 - Bitte gebt uns ein paar Tage Zeit um alles zu verarbeiten, zu ordnen -besonders im Kopf. Nachfolgend wird es die nächsten Tage hier einige Berichte geben.


26.08.2021 - Heute nun mal die vielen Dinge nachgeholt, die in meinen Kranktagen liegengeblieben sind und zwei Autos voll geladen. Mein Projektbuch nochmal durchgegangen, ob ich nicht was übersehen habe, alle Kontakte im Kopf durchgegangen, die Infostandgruppe nochmals gebrieft und Fragen beantwortet... nun kann es losgehen.


Heute nur ein kleiner Eintrag, noch zu viel zu tun... Grüße iNgO


24.08./25.08. - Ich bin vor Ort in Magdeburg!


Aber mit dem Laufen wird nix! Mir geht es zwar deutlich besser, gesund ist jedoch etwas anderes. Und selbst wenn ich mich gesund fühlen sollte, 3 Tage kaum gegessen, viel gelegen, dass wäre dumm und verantwortungslos. Trotzdem wird es für mich am Samstag mental schwer, denn auch ich hatte Visionen. Nun gut, man muss die Dinge akzeptieren. So werde ich als 1/4 Helfer fungieren und den Jungs Beine machen. ;-)


Sabine, Heiko und meine Wenigkeit werden uns um 07:30 Uhr treffen, ab 08:00 ist Aufbau der MLK, ab 09:00 kommt der Stand dran, um 09:40 möchten wir gern mit Grußworten die Veranstaltung eröffnen, so dass wir pünktlich um 10:00 Uhr starten können. Das Wetter lasse ich unerwähnt, jeder kann sich denken, dass wir DAS nicht bestellt haben. Daher kann ich auch nicht 100%-tig versprechen, dass der Live-Stream läuft. Wenn es aus Eimern gießt, muss ich eben wieder abbauen und die Technik schützen. Sollte es möglich sein, wird es hier den Stream auf der Startseite geben. Wenn alles gut läuft, übertragen wir die Eröffnung am Samstag und das Ende am Sonntag, einschließlich persönlicher Interviews ab Sa, 16:30 Uhr vor der Kamera. In der Zwischenzeit versuchen wir ihn einfach auf die Strecke zu richten. Streamzeiten: Sa 09:30 - 18:00/19:00 je nach Witterung, So 06:00/07:00 - 10:30 Uhr. Für alle Entschlossenen, wir laufen im Stadtpark um den Adolf-Mittag-See, Start/Verpflegung ist gegenüber der Sportgaststätte Seiler Wiesen, am Bootshaus. Für Besucher ist für Leib und Wohl auf dem Gelände der Sportgaststätte gesorgt.


Wir stehen übrigens mit unserer Spendensumme bei unfassbaren 13.000,-€. Ich habe noch Kenntnis von weiteren Spenden, so dass wir die 15.000,-€ auf jeden Fall erreichen. Wahnsinn! Wir sind Mega stolz und dankbar über diesen bisherigen Erfolg. Trotzdem, möchte ich die Zeilen auch dazu nutzen, nochmals einen Spendenaufruf zu starten nach dem Motto "Wer hat noch nicht, wer will denn noch?"... Es wäre super, wenn wir dies noch ein weiteres Stück ausbauen können! Merci beaucoup!


Nun werde ich mal meine Körbe (Technik, Infomaterial, usw.) bestücken und morgen nach und nach ins Auto laden. Freitagmittag fahre ich nach MD, die Jungs kommen nach und nach gegen Abend ins Hotel. Wir sehen uns am Samstag???


22.08./23.08. - Meine Güte, was für zwei Tage und Nächte. Ich habe mir doch nun tatsächlich einen super Virusinfekt mit akuter Mandelentzündung gegönnt. Bin gestern und vorgestern überhaupt nicht mehr aus dem Bett gekommen. Völlig ausgeknockt. Konnte nicht sprechen, nicht schlucken, selbst Tee und Salzwasser zum Gurgeln kamen mir vor, als ob ich jedes Mal die 8-er Kugel beim Billard mit runterschlucken muss. Dazu Fieber, ne Voll-Katastrophe!

 

Seit heute Mittag scheint besser zu werden, zumindest mit der körperlichen Verfassung. Der Hals und die Stimme sind trotzdem nicht gut, aber ich kann mal ein wenig aufstehen und den Kreislauf in Schwung bringen, bzw. ein paar Nachrichten zum Projekt hin und her schicken und kurz mal hier ins Logbuch schreiben.

 

Da ich also seit Tagen völlig ausgeknockt bin und auch kaum was esse, außer Pudding, Tee und Suppe (schlucken ist echt eine Katastrophe) wird es selbstverständlich nichts mit dem Laufen am Samstag. Definitiv nicht, dass habe auch ich verstanden! So faul, wie ich hier rumliege, kaum Essen, nee das wäre Selbstmord. Ich kann demnach nur noch daran arbeiten so wieder auf die Beine zu kommen, dass ich wenigstens nach MD kommen kann. 😞 Bis gestern schien mir selbst das fast unmöglich, aber seit heute Mittag scheint sich offenbar was zu tun. Drückt mir die Daumen.

 

Ich habe mich schon mit mir beraten. Ich werde das Nachholen und irgendwann meine Runden dann allein um den See laufen, sofern es die Temperaturen für mich zulassen und mein Körper wieder zu 100% fit ist. Habe ungern komplett umsonst trainiert.

 

Den anderen Jungs geht es gut, Richard wird hoffentlich ein paar Runden gehen können und die anderen 3 sind lauffit. Natürlich hoffe ich, dass ich die Jungs mit Euch zusammen vor Ort am Samstag anfeuern kann. So, ich geh wieder auf die Couch, da wo ich mich nicht wohlfühle, aber hingehöre! Gott sei Dank werde ich wieder top gepflegt und JA, auch solche Nachrichten gehören ins Logbuch. Läuft‘s gut, schreibt man es rein, läuft‘s scheiße, dann auch!


Großen Dank möchte ich noch an die unzähligen Menschen senden, welche mir ihre Mutmachungen, Aufmunterungen Genesungswünsche und Kontaktaufnahmen (teilweise täglich) aus dem kleinen und großen Umfeld kundgetan haben. DANKESCHÖN!!! Gerade am WE hatte ich doch etwas zu knabbern an den Stöcken, welche mir zwischen die Beine geworfen wurden. Habt vielen vielen Dank, ich hoffe wir sehen uns Samstag... Gruß iNgO


Mich erreichte heute ein Päckchen von meiner lieben -besten- Freundin Mandy und ihren Kids aus Thüringen - OHNE WORTE:


21.08.2021 - Eigentlich hatte ich immer Sorge um die Jungs. Richard hatte leider einen Ermüdungsbruch erlitten im Training, bei Hesi hatte ich Sorge, dass er bei seiner Bike Tour stürzt, Stephan ist im Training mal gestürzt und bei Thomas hatte ich Sorge, dass sein erfolgreicher Swiss-Alpine zu nah am 24h-Lauf liegt. An mich habe ich nicht gedacht. Ach woher denn?!


Ein Déjà-vu … Bei meinem ersten großen Lauf, 2010 dem Lions-Lauf, wurde ich auch eine Woche vorher krank und musste wegen Fieber und Co absagen. Beim mutmaßlich Letzten erwischt es mich ebenfalls eine Woche vorher. Damals war es traurig und ärgerlich. Ich bin dann einfach nicht gestartet, fertig. Und jetzt… man stelle sich vor, man plant 6 Monate lang das größte Event seines Lebens, man organisiert mit, trainiert mega für den Lauf seines Lebens, für die evtl. längste Strecke bisher, holt für eine Challenge gute Kumpels mit ins Boot, hat eine unfassbare Spendensumme gemeinsam generiert & fast alles fügt sich so zusammen, wie man es sich gewünscht hat.


Und dann zieht jemand eine Woche vorher die Beine weg. Zeigt die rote Karte „Du nicht!“ … Gliederschmerzen, dass man kaum laufen kann, Husten, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, leichtes Fieber, usw. Da bleibt nur noch ein Wort:


F R U S T !


Fühle mich heute beraubt, bestohlen, zerstört und leer!


20.08.2021 - Willkommen im Worst Case!


Ich hatte ja seit zwei Tagen schon eine böse Vermutung, heute morgen nun die Gewissheit. Frierend mit leichter Temperatur, Husten, Gliederschmerzen usw. aufgewacht. Offenbar habe ich mich bei unserem Spitzenwetter verkühlt und vielleicht hat auch ein bisschen die Überbelastung dazu beigetragen, dass mein Körper anfällig wurde. Mir fehlt eben die Wärme.


Mental bin ich gerade gut im Arsch... versuche jetzt mit Hühnersuppe, mehreren Antibiotika und Ibuprofen als Entzündungshemmer dagegen zu steuern, aber ich glaube eine große Laufleistung ist damit jetzt wohl vom Tisch. FUCK!


Drückt mir die Daumen, ich bräuchte ein kleines oder großes Wunder. :-(


19.08.2021 - Ich fühle mich etwas unwohl und habe den blöden Verdacht, dass ich mich verkühlt habe, was bei dem Wetter auch kein Wunder ist. Ich glaube es geht schon in die 2. Woche mit Temperaturen zw. 14 & 20 Grad mit Regen und Wind. August eben, lach. Ich hoffe, dass ich nur ein klein wenig angeschlagen bin und morgen wieder weg ist, hoffe ich jedenfalls. War mir ja gestern auch schon so komisch zumute.


Heute hatten wir Jungs nochmal ein Meeting und wir sind alle wahnsinnig motiviert, sowie Feuer und Flamme. Endlich geht es bald los und die Begeisterung über unseren aktuellen Spendenstand ist groß. Sensationell! Am WE werde ich nochmal zu alles durchgehen, die Kontakte zu den Infostand-Leuten, gestern oder heute -komme manchmal gar nicht mehr hinterher- hatte ich noch einen Anruf von einer pensionierten Ärztin, welche mit einer Herztransplantierten aus Halle anreist um über das Thema Organspende aufzuklären und die Menschen vor Ort zu sensibilisieren. Super, dass das noch geklappt hat.


Und ich fange an die ersten Sachen bei mir zusammen zu suchen, Infomaterial für den Stand, eigene Projektsachen, die Technik für den Live-Stream und Interviews und so weiter und so weiter... ja, langsam wird es ernst. Endlich nach 6 Monaten...


18.08.2021 - Ob mir das System heute hold ist und nicht wieder abstürzt? ... Ich fühle mich leider ein bisschen kränklich. Offenbar habe ich mich bei unserem Super-Spitzen-Sommer-Wetter etwas verkühlt. Ich denke nicht dramatisch, aber unwohl ist mir trotzdem ein wenig.


Endlich habe ich mal ein wenig musikalisches Mentaltraining gemacht. Drei Stunden mich schön der Musik gewidmet und unser Ziel und das ganze Projekt vor dem inneren Auge visualisiert. Zu diesem Thema habe ich ja vor ein paar Tagen schon ein paar Zeilen geschrieben. Ich höre übrigens nicht einfach nur Musik, ich höre Sound. Mich bedudeln lassen bei der Gartenarbeit oder anderem tue ich aus ner Quäke, aber sowas, da höre ich genüsslich hochqualitativ Musik. Bin wohl ein Soundjunkie.


Des Weiteren war heute ein Journalist bei mir (extra aus Potsdam gekommen) um über unser Projekt und meine Person einen größeren Beitrag in der Märkischen Allgemeinen Zeitung für die nächste Woche zu schreiben. War ein sehr nettes, angenehmes Interview, ich bin gespannt.


Die Shirts sind bei Thomas angekommen und sehen super aus, muss nur noch Sommer werden... ja ja, was Wetter. Niemand kann es beeinflussen, ich hänge mich trotzdem daran auf, weil es für mich wirklich eine Größe ist. Das Wetter ist für mich mitentscheidend und bestimmt darüber ob ich mit Ach und Krach meine Durchschnittskilometer schaffe oder sehr weit komme. Ach, und es gab auch nochmal ein Meeting mit der GS zum Thema Infomaterial, Unterstützung, social Media am 28.8., wir sollten also nun in bester Vorbereitung sein und ich hoffe, dass das alles so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.


Tja, und laufen, wäre schön, aber nicht bei diesem Wetter! Da riskiere ich nichts. Gestern hatten wir 14 (!!!) Grad am Tag mit Regen und viel Wind. Abnormal. Da jage ich mich nicht vor die Tür. Heute waren es 18/19 hurra, tsss. Dann eben kein Lauf mehr!


17.08.2021 - Mein Rechner mag mich heute nicht, nach meinem Eintrag heute, gab es eine Störung und der gesamte Text war weg und frustriet bin ich aufgrund des Wetters (14 Grad (!) mit Wind und Regen) auch. Ich  mag nicht nochmal alles runterschreiben. Dann erst wieder morgen, dann will ich jetzt auch nicht mehr. Pfffffffffffff :-( Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.


16.08.2021 – Zweiter Logbucheintrag Richard Köhler


Hallo liebe Leser unseres Logbuches,

heute schreibe ich zum zweiten Mal um euch von meiner Seite aus ein kleines Update zu geben. Tatsächlich habe ich mich getraut in der letzten Woche mal wieder länger auf Fahrrad zu steigen. Bin von mir Zuhause 26km in die Arbeit und am Nachmittag wieder zurück geradelt. Das hat erstaunlicherweise relativ gut geklappt, jedoch habe ich meine Muskeln schon sehr gespürt. 7 Wochen auferlegte Sportpause ist halt doch nicht so einfach wegzustecken. Mein Fuß hat die Belastung gut ausgehalten, obwohl ich am darauffolgenden Tag doch wieder leichte Schmerzen hatte. Kann aber nicht genau sagen, ob die Schmerzen an der Stelle vom Bruch waren oder nicht. Habe manchmal das Gefühl mein Fuß spielt mir irgendwelche Streiche.

Sehr gerne möchte ich bald wieder voll durchstarten. 8 Wochen ohne Ausdauersport sind für mich einfach zu viel. Aber ich muss wohl noch etwas Geduld haben. Vielleicht versuche ich Anfang kommender Woche mal eine ganz kurze Einheit zu joggen. Möchte das gerne ausprobieren, bevor kommende Woche unser Event startet. Dort würde ich sehr gerne ein paar Kilometer beisteuern. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und aufgeregt, dass es bald losgeht.


Vielen Dank nochmal von meiner Seite für eure zahlreiche Unterstützung. Es freut mich sehr zu sehen, wie unsere Spendensumme bestätig wächst. Bis zum nächsten Mal euer Richard


15.08.2021 - Jeden Tag sitze ich hier und weiß eigentlich gar nicht, was ich schreiben soll. Zunächst meine ich, dass es nichts zu berichten gibt und dann "ergießt" es sich doch aus meinen Fingern. Heute allerdings tue ich mich wirklich schwer. Ich könnte davon berichten, dass Thomas in freudiger Erwartung unserer Laufshirts ist, dass ich morgen nochmal ein Meeting mit unserer GS habe, ich am Mittwoch ein Journalist von der Märkischen Allgemeine zu Besuch habe und es nach wie vor jeden Tag irgendwas um´s Projekt gibt. Langsam muss es nun mal losgehen, gefühlt bin ich seit einem Jahr damit beschäftigt. Zeit wird´s! Und ich fange an als Atheist um das Wetter zu bete(l)n. Das macht mir echt ein bisschen Sorgen, in diesem Jahr kann man es wirklich nicht abschätzen. Es ist Mitte August und die nächsten drei Tage heißt es bei uns 20, 19 & 17 Grad Tageshöchst-temperatur mit Regen. Wenn es am 28. auch nur 17 Grad mit Regen hat, oha, ich will gar nicht dran denken.


So, heute ist Sonntag... das war es auch schon wieder... ab in die letzten Sonnenstrahlen...bis morgen der Herbst kommt. :-(((


14.08.2021 - Heute war wohl der kürzeste Lauf seit Monaten, zehn Kilometer nur. Gaaaanz kleine Einheit in etwas über einer Stunde. Im Moment komme ich mir morgens vor, wie ein alter Mann. Die acht Stunden Schlaf und damit acht Stunden keine Bewegung tun meinem Körper nicht gut, alles tut weh. Erst wenn ich in Bewegung komme, dann hört es auf und ich fühle mich wohler. Beim Laufen ist es genauso, die ersten Kilometer sind echt schwer, die Knie tun weh, die Knöchel, die Fersen... mein Gott, was für ein Jammerlappen gerade, lach. Wenn ich dann in Gang gekommen bin, läuft es super. Sprich als ich gestern beim 10. KM war, ging es mir am besten, aber trotzdem sollte es absichtlich nur eine kleine Einheit werden.


Wenn ich das nun auf den 28.8. übertrage, heißt das wohl für mich, dass die ersten 20km und die letzten 20km wohl die schwierigsten für MICH werden. Die ersten zwanzig, weil ich zunächst in die Gänge kommen muss und auch konsequent auf mein Tempo achten muss, denn schließlich neigt man bei solch einem Event schnell zum Überpacen. Und da brauche ich sicher 20km, um mich in mein Flow zu versetzen. Und am Ende, wann auch immer das sein wird, wird es wohl auch schwer, wenn einem alles nur noch weh tut. Dazwischen wünsche ich mir einen Marathon oder sogar ein bisschen mehr.


Kurzum, habe ich großen Respekt vor dieser Aufgabe, so viele Kilometer wie möglich in 24 Stunden zu erlaufen. Daher soll dieser Eintrag nicht den Charakter des Klagens sein, nein definitiv nicht, aber nach 2011, 2012, 2015 & 2018 liegt die Latte meines fünften sportlichen Ziels im Leben nochmals um einiges höher und älter bin ich auch geworden. Jetzt gerade in 14 Tagen sind wir am Laufen, Laufen und Weiterlaufen. Oh Mann, was hat mich denn da wieder geritten? In gespannter Erwartung.


13.08.2021 - Ich habe ja gestern gar nicht vom Radfahrtraining berichtet... okay, gab´s auch nicht zu viel berichten. Gemütliche 30km-Radrunde gedreht in 1h 24min, fertig. ;-)


Heute -15 Tage vor unserem Lauf- gibt es mal ein paar Infos zum Wie & Was. Ab 08:00 Uhr am Samstag, den 28.8. ist Aufbau vor Ort. Der Verpflegungsstand & die Zeitmessanlage stehen genau an der Strecke mit Blickrichtung auf den See, parallel zur 50m entfernten Gaststätte "Seiler Wiesen". Unser Infostand der CF-Selbsthilfe Braunschweig steht auf dem Gelände der Gaststätte, im Eingangsbereich gleich hinter dem Zaun, damit Besucher, Sportler und Gäste am Stand vorbeikommen, wenn sie zu den Sitzgelegenheiten, Bierwagen & Grill möchten. Am Infostand werden zwei Eltern von Mukoviszidose erkrankten Kindern sein, ein Betroffener und auch drei Mitglieder von der Deutschen Stiftung Organtransplantierter. Eine Ärztin und zwei Transplantierte, jeweils aus Halle.


Gegen 09:40 Uhr planen wir die Eröffnung des Spendenlaufs mit Grußworten durch den Bürgermeister, die Veranstalter Sabine und Heiko Björn (MLK), sowie entweder unserem Bundesvorsitzenden des Mukoviszidose e.V. Stephan Kruip oder durch mich. Pünktlich um 10:00 Uhr fällt der Startschuss. Dann darf jeder angemeldete Läufer 24 Stunden lang laufen, laufen laufen, oder gehen. Zwischen 16-17 Uhr planen wir verschiedene Interviews der Läufer/Veranstalter über unseren Livestream, welcher am Samstag von 09:30 bis 20:00 Uhr und am Sonntag von 06:00 bis 10:30 Uhr läuft. In der Hoffnung, dass klappt auch so, wie ich es zig Male getestet habe. Den Livestream kann man dann u.a. hier auf meiner Site abrufen. Um 10:00 Uhr am Sonntag, den 29.08. haben wir Läufer es geschafft, Ende! Gegen 10:20 Uhr gibt es zum Abschluss eine  Spendenscheckübergabe an den Mukoviszidose e.V. und sicher ein paar Danksagungen und Emotionen. Ab 10:30 Uhr erfolgt der Abbau und für mich wahrscheinlich der Sitz in einem Rollstuhl, lach.


Informationen zum Event:

Es handelt sich um einen 24h-Spendenlauf zu Gunsten des Mukoviszidose e.V. rund um den Adolf-Mittag-See im Kulturpark Rotehorn. Veranstalter ist die Magdeburger LaufKultur08 e.V., allen voran Sabine und Heiko Björn (Vorsitzende). Ich selbst (Ingo Sparenberg) bin Initiator dieses Events und sitze für den Mukoviszidose e.V. im Bundesvorstand. Zusammen möchten wir bei diesem Event Spendengelder für den Unterstützungsfond unseres Vereins sammeln. Die von uns gesammelten Spenden gehen direkt an den Mukoviszidose e.V., der mit seinem Unterstützungsfonds Menschen hilft, die durch Mukoviszidose in eine finanzielle Notlage geraten sind. Hier einige Beispiele, wie der Mukoviszidose e.V. konkret hilft:

 https://www.muko.info/spendenhelfen/faq/so-helfen-ihre-spenden/unterstuetzungsfonds

 

Die Teilnehmerzahl liegt - Stand heute – bei 41, darunter wir 5 mit Mukoviszidose.


Botschaft: Wir möchten zum einen auf unsere Erkrankung aufmerksam machen, für das Thema Organspende sensibilisieren, sowie auf die Versorgungssituation bei Mukoviszidose aufmerksam machen. Im stationären sowie ambulanten Bereich können 50% der nötigen Stellen nicht mit erfahrenen Kräften besetzt werden. Damit laufen wir auf einen Versorgungsengpass zu. Trotz bundes- und regionalen Petitionen ist es bisher zu keiner Verbesserung gekommen. Daher suchen wir auch über diesen Spendenlauf den Dialog mit der Politik um auf die Probleme hinzuweisen.



12.08.2021 - Hurra, es wir endlich mal richtig warm..., aber leider nur für 2 Tage, dann geht es wieder nach unten mit dem Thermometer. Ab Montag nächster Woche soll es merklich kühler und windiger werden. Na super, ich dachte, wir hätten August?! Es müssen ja nicht 35 Grad sein -so wie ich sie befürworte- ab wieder nur 19-22 ist wirklich zu wenig. Zumal auch wieder der Regen zurückkommen soll. Ich fang ehrlich gesagt schon an zu befürchten, dass es am 28.8. auch mies ist. Am Tag nur 20 Grad mit Nieselregen und Wind und in der Nacht dann 10 Grad, dass wäre für mich schon ein kleiner Supergau! Natürlich wären 32 Grad und pralle Sonne für alle anderen der Supergau, aber evtl. könnte man sich ja bei der "Wetterbestellung" auf 25 Grad und leicht bewölkt einigen?! Ich rede mir jetzt mal ein, dass der Sommer sich das Beste für den Schluss aufhebt und wir dann ab der letzten Augustwoche schönes Wetter bekommen. Andersherum wäre es auch nicht leicht, wenn es bisher super schön gewesen wäre und dann ab Ende August es mies wird. Dann hätte man gejammert und gesagt "Mensch, die ganze Zeit war es schön und nun...?!". Jetzt kann man dann hoffentlich sagen "Na endlich wird es schön, musste ja irgendwann nochmal richtig Sommer werden. Ja, das Wetter spielt für mich eine tragende Rolle und ist absolut eine physische und psychische Komponente. Das hat mich die Erfahrung der letzten Jahre gelehrt. Fünf Grad mehr oder weniger an Temperatur kann 20% Leistungszuwachs oder Leistungsverlust bei mir heißen. Naja, warten wir es ab. Ich bestelle jetzt man die 25 Grad,leicht bewölkt.


11.08.2021 - Mir ist aufgefallen, dass ich bisher nur körperlich trainiert habe in den letzten Monaten und mein Mentaltraining komplett vernachlässigt habe. Wahrscheinlich weil ich dieses Mal nicht - wie sonst "einfach so" mitlaufe, sondern viel mit organisiere und daher eher -auch vom Kopf- Regeneration brauchte. Sonst habe ich einige Wochen vor dem Stichtag auch ein wenig mit meinem Mentaltraining angefangen... also wird es langsam Zeit, dies endlich mit reinzunehmen. Aber wie geht das?


Wer mich kennt und meine Projekte verfolgt, weiß ja, dass das bei mir in erster Linie mit Musik zu tun hat. Aber nicht nur, es geht auch um die Visualisierung vor dem geistigen Auge. Es ist schon lange bewiesen, dass das gedankliche Durchleben der bevorstehenden Situation eine Leistungssteigerung ermöglichen kann. Ohne körperliche Aktivität ist es möglich auf neuronaler Ebene Trainingseinheiten durchzuführen. Dabei spielen Suggestionen und Imaginationen eine Rolle, sowie ein wenig Affirmationen. Ich habe zwar kein tatsächliches Ritual, aber die Art und Weise, wie ich mich pushe und mental vorbereite, ist meist dieselbe. Die Kunst ist, sich derart zu fokussieren, an etwas zu Glauben, sich jedoch nicht selbst zum Wahn damit verleiten zu lassen. Wenn ich sage, ich hätte im Zeitraum eines viertel Jahres vor meinem Ultramarathon bestimmt einhundert Mal vor mich hergesagt, dass ich es schaffen könnte und dass dies unglaublich wäre, ist das sicher nicht übertrieben. Dennoch habe ich nach außen meist kommuniziert es wahrscheinlich eher nicht zu schaffen und auch einen Tag zuvor war ich mir nicht sicher, ob es überhaupt eine realistische Chance gibt, mit meinem CF-Körper sechzig Kilometer laufen zu können. Den Körper kann man zu einer Leistungsgrenze trainieren, welche sich damit verschieben lässt, den Geist aber ebenso. Und letzterer bringt eben den Mehrwert an diesem Tage. Je öfter man einen Gedanken denkt, desto überzeugter wird man davon. Das funktioniert im Sport genauso, wie auch im realen Leben. Bestes Beispiel ist die heutige Zeit. Je öfter ich denke, dass mir mit der Impfung ein Chip eingepflanzt wurde... irgendwann glaube ich es. Finde ich dann noch Gleichgesinnte, fühle ich mich bestärkt. Finde ich im Sport Gleichgesinnte, glaube ich irgendwann auch daran, es schaffen zu können. Das Positive an diesem Training, es verdrängt auch die Unsicherheit, mindert den eigenen Druck und stärkt den Glauben an sich selbst. Übrigens, hier auf meiner Site gibt es auch eine Unterseite "CF-Laufcoach". Wer also Interesse hat und/oder (k)ein Ziel vor Augen hat, darf sich gern an mich wenden.


Somit werde ich dieser Tage endlich mal damit anfangen. Ich spüre nämlich, dass diese Komponente noch Nachholbedarf hat.


10.08.2021 - Unsere Idee des gestrigen Live-Interviews auf Instagram gestaltete sich am Anfang technisch etwas schwierig, obwohl wir es im Vorfeld ausprobiert hatten. Wir plauderten ein wenig über die Challenge, über gesundheitliche Aspekte bei CF und holten als "Gast", mit Stephan Kruip, noch ein weiteres Teammitglied in die Runde. Alle drei waren wir uns einig, dass die Spendensumme, welche mittlerweile über 11.000,-€ liegt ein toller Erfolg ist.


2,5 Wochen noch, dann ist es soweit. Hier und da tauchen am Rande immer mal wieder kleine Probleme auf, welche gelöst werden müssen, mal ist es der Bürokratie geschuldet, mal weil Dinge um die Ecke kommen, welche man nicht vorhersehen konnte oder man schlichtweg übersehen hatte, weil man zu nah am Wald stand. Aber meist lassen diese sich mit ein paar Mails und Telefonaten regeln. Inzwischen haben wir nicht nur einen Stand um über Mukoviszidose zu informieren, über einen Kontakt von Reine Heske (Hesi) hatte ich heute ein nettes Telefonat mit jemand von der Deutschen Stiftung Organtransplantierter. Auch sie wollen drei Leute schicken um über Organspende zu informieren. Schön, dass das auch noch geklappt hat, klasse.


Also ich glaube und hoffe, dass wir wirklich eine klasse Veranstaltung haben werden, auch wenn wir bisher leider - uns fünf eingerechnet, nur 40 Starter sind. Vielleicht werden es ja doch noch 50 oder 60, aber trotzdem wird es sicherlich Mega werden.


09.08.2021 - Na was war das denn heute für ein Training? Normalerweise wäre heute gar kein Trainingstag gewesen, jedoch hat mich mein Kumpel Hesi indirekt dazu verleitet. Er hatte nämlich die Idee, dass wir heute, am Montagabend, ein Liveinterview zusammen bei Instagram machen (morgen dazu mehr).


Am Vormittag sah ich, dass er sich einen Halbmarathon gegönnt hatte und somit wollte ich am Abend ungern dem Nachstehen und nicht gar nichts getan haben. Also schnürrte ich doch die Laufschuhe und lief los. Auch dem Regen geschuldet und in Gedanken nur eine 10-12-15km Distanz im Kopf, war mein Tempo höher als sonst. Mal lief ich dem Regen davon, mal ihm hinterher und mal holte er mich auch ein und so musste ich so manches Mal die Beine in die Hand nehmen. Als ich bei 15-16 Kilometer angekommen war, ahnte ich, dass es eine Bestzeit werden könnte. Noch nie ist es mir gelungen die 21,1km unter 2 Stunden zu laufen. Heute hatte ich zwar nicht die besten Bedingungen, auch weil meine Füße schmerzten und es für mich mit 20 Grad und Regen nicht das optimale Wetter war, aber ich konnte nicht von dem Gedanken des PBZ ablassen und erhöhte nochmals mein Tempo.


Zum Schluss stellte ich dann gleich drei persönliche Bestzeiten auf. 1. der schnellste Kilometer bei einem HM (ausgerechnet beim letzten KM) -> Pace von 5min/km, 2. schnellste 5km in 25:53min und 3. einen neuen Rekord auf 21,1km = 1h 57min 32 sec.! Und das, obwohl heute gar kein Trainingstag war. Zu verdanken hab ich´s meinem Kumpel Hesi, der mich unwissentlich anstachelte. Für mich ist das natürlich nochmals ein Push, ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals einen HM unter 2h laufen kann. Aber ich war danach echt fertig, eben auch, weil ich jeden Kilometer am Schluss schneller und schneller wurde. Nun denn, morgen habe ich wieder Physio und meine Beine bekommen eine Massage. Die nächsten 2-3 Tage ist erstmal Regeneration angesagt. Nur noch circa 5 Trainingsläufe und der Sommer kommt endlich zurück. Ich warte auf "meine" 30 +X  Grad! :-)))) iNgO


08.08.2021 - Dritter Logbuch-Beitrag von Stephan Kruip.


Das war ein WE! Meine Strategie für die 24 Stunden ist ja, immer 10km am Stück zu laufen und dann eine Pause einzulegen. Bislang kämpfte ich aber mit Problemen: Mal sackte der Zuckerspiegel so schnell ab, dass ich nicht schnell genug mit Kohlenhydraten reagieren konnte, mal tat die Achillessehne schon nach 20km weh, und mal hatte ich schlicht keine Zeit für lange Läufe. Aber diesmal hat’s geklappt: Verteilt auf 5 Einzelläufe habe ich am WE 50 km zurückgelegt (Pace: 6:22 min/km), und es fühlte sich an, als ob ich locker hätte weiterlaufen können.


Das ist alles für mich eine große Freude, denn 2018, nach meinem letzten Marathon in Köln hat die rechts Achillessehne (oder besser gesagt der Sehnenansatz) mit stechenden Schmerzen so weh getan, dass ich nicht sicher war, ob das mit dem laufen jemals wieder klappen würde. Im November 2018 entschloss ich mich spontan zur Teilnahme an einem Laufseminar der National-Langstreckenläuferin Larissa Kleinmann (www.flugphase.ch). An diesem Tag wurde ich zum Vorfußläufer! Beim Vorfußlaufen kommt der Läufer nur knapp vor seinem Schwerpunkt und mit dem Ballen zuerst auf dem Boden auf, er läuft mit höherer Schrittfrequenz und macht kleinere Schritte. Insgesamt wird dadurch die Bodenkontaktzeit verkürzt und eine optimale Vortriebskraft erzeugt. Der Vorfuß mit Längs- und Quergewölbe und der Wadenmuskel dienen beim Landen als eine natürliche Feder. Das Vorfußlaufen erfordert allerdings gut ausgebildete Waden- und Fußmuskeln. Um dem körpereigenen Federungssystem Entwicklungszeit zu geben, sollte die Umstellung vorsichtig und peu à peu erfolgen. Zu Anfang bin ich nur 2 km pro Woche gelaufen, und hatte trotzdem den Waden-Muskelkater meines Lebens!


Dann bin ich zu anderen Laufschuhen (z.B. der Fa. Newton) gewechselt, denn Joggingschuhe für Vorfußläufer sollen weniger gepolstert und am Ballen höher sein als an der Ferse. Für die Achillessehne bekam ich schließlich den wertvollen Hinweis auf die Seite https://www.sehnenheld.de des Sportmediziners Dr. Frank Weinert: Hier wird erklärt, wie die Überlastung der Sehne entsteht und wie der Betroffene durch tägliche Übungen und dosierte Belastung das Problem selbst lösen kann. Belastungspausen bringen nämlich genauso wenig wie Cortison-Spritzen und andere medizinische Eingriffe. Heute kann ich auf dem Vorfuß Marathondistanzen ohne Achillessehnenschmerzen joggen, und dafür bin ich sehr dankbar.


Am Sonntag-Abend nach Sonnenuntergang dann noch eine Stunde mit Stirnlampe gelaufen - das war ich bisher nicht gewohnt und musste natürlich vor dem Lauf ausprobiert werden. Meine neue PETZL Bindi Stirnlampe mit nur 35g Gewicht ist angenehm zu tragen und tut ihren Zweck. Die Wunde von meinem blöden Sturz auf einem Kiesweg  (siehe Beitrag 2) zwickt zwar noch, heilt aber gut, so dass sie mich beim Lauf in drei Wochen nicht mehr beeinträchtigen wird. Tja wer hätte es gedacht: Jetzt werde ich zum Ultraläufer.


07.08.2021 – Hallo liebe Leute, als letzter in der Runde von uns fünf schaffe ich es nun auch endlich einen Logbucheintrag zu erstellen. Ich bin Richard und es ist schon längst überfällig, dass ich mich bei euch melde. Mir geht es da ein bisschen wie dir Hesi, bin auch nicht so der Schreiberling. ;)


Zu Beginn meines ersten Logbucheintrags muss ich euch gleich informieren, dass ich am 01.07.2021 die Diagnose „Ermüdungsbruch im linken Mittelfuß bekommen habe“ und das in einer Phase, wo ich eigentlich wieder voll mit dem Training für unser großes Projekt durchstarten wollte. In den Wochen vor der Diagnose hatte ich eigentlich etwas weniger gemacht um mein linkes Knie zu entlasten, da das Knie doch dort auch des Öfteren schmerzte. Anfang Juli konnte ich noch nicht einschätzen was diese Diagnose für mich und somit unser Event bedeutet. Da war die Hoffnung noch sehr groß, dass ich Anfang August das Training wieder aufnehmen kann. Die Hoffnung wurde mir von meinem Orthopäden Ende Juli leider genommen. Er hat mir noch weitere 4 Wochen Krücken verordnet, was bedeutet, dass ich bis kurz vor unserem Event meinen Fuß so oft es möglich ist entlasten muss. Das heißt einerseits für mich, dass ich hoffe trotzdem am Lauf in sehr kleinen Einheiten teilzunehmen, ich aber nicht weiß wie sehr meine Ausdauer auch unter dieser verordneten Pause leidet. Zumal ich dann mehr als 8 Wochen keine Ausdauereinheiten absolviert haben werde.


Die Hoffnung gebe ich trotzdem nicht auf! Um meinen Körper fit zu halten, habe ich angefangen jeden Tag Fitnessübungen zu machen, vielleicht kann ich den Lauf ja dann auf Händen absolvieren – Spaß bei Seite –. Derzeit sieht es soweit gut aus, dass mein Fuß langsam kaum noch schmerzt, trotzdem bin ich immer noch auf Krücken unterwegs, da ich einfach nicht einschätzen kann, wie sich ein Ermüdungsbruch verhält. Ich habe die Hoffnung nächste Woche wieder mehr Fahrradfahren zu können um meine Ausdauer nicht vollständig einzubüßen.


Auf Grund dieser, leider für mich schwierigen Situation, ist es mir in letzter Zeit sehr schwer gefallen positiv auf unser Event zu schauen. Mir ist einfach bewusst, dass wenn einer von uns fünf komplett ausfällt, die anderen automatisch viel mehr machen müssen um unser gestecktes Ziel zu erreichen. 


Doch noch will ich mich nicht komplett entmutigen lassen. Mich freut es sehr zu sehen, wie gut die anderen ihr Training meistern und habe deshalb sehr große Zuversicht, dass wir unser Ziel erreichen. Die positive Resonanz von allen umstehenden, seinen Verwandte, Freunde oder die gesamte CF-Community stimmt mich dagegen auch sehr hoffnungsvoll. 


Es sind jetzt noch ziemlich genau 20 Tage bis zum Beginn unserer Challenge und ich freue mich, trotz meiner Situation, riesig dabei sein zu können, wenn auch nicht so sehr in sportlicher Hinsicht, dafür umso mehr in moralisch als Unterstützung und zur Anfeuerung. Und vielleicht gibt es ja doch noch ein kleines Wunder und ich kann eine gewisse Distanz dazu beisteuern.


Vielen herzlichen Dank für eure zahlreiche Unterstützung und eure Spenden! Ich halte euch von nun an auf dem Laufenden. Viele Grüße euer Richard


06.08.2021 - Neulich musste ich ein wenig schmunzeln. Bei einem Gespräch über unser Event und deren Vorbereitungen, gerade bezüglich der sportlichen Komponente, hörte ich den Satz "Und da tut dir nie was weh, das läufst du im Training ohne Probleme?". Schön wär´s. Natürlich tut mir einiges weh. Der Nacken von der Laufhaltung, der Rücken bei längeren Läufen, die Oberschenkelfasern sind manchmal hart wie Beton, die Waden zwicken, die Außenbänder im Knie schmerzen. Nachts knacken die Knie, sodass ich aufwache. Ich kann nicht mehr eben so von irgendwas hinunterspringen, weil es schmerzt, die Knöchel an den Fußgelenken tun weh, die Fußsohlen brennen und mit den Füßen gewinnt man auch keinen Schönheitswettbewerb mehr. Also, noch Fragen? ;-)))


Na im Ernst, warum rumjammern?! Zum einen geht es jedem Hochleistungssportler so, zum anderen ist es selbst gemachtes ... , nein Leid ist es nicht, es macht Spaß und ich weiß ja auch woher es kommt. Und zum anderen, ich habe schon weitaus andere Schmerzen ertragen müssen, da ist das -zumal es ein absehbarer Zeitraum ist- zu erdulden. Trotzdem rang es mir ein Schmunzeln ab.


Die 12km heute liefen eigenartig. Der Geist ist sehr gut drauf und bis auf die Knie der Körper auch. Nun sind es für mich noch 5 Läufe. 2x 10km, 2x 15km und einen Halbmarathon werde ich noch auf mich nehmen, dann ist FIIINAALLEE.  Schönes WE, iNgO


05.08.2021 - Nach der Massageeinheit von meiner Physio, welche sich seit Wochen meinen Beinen  annimmt - ohne sie wären wohl meine Muskeln dauerhaft Beton - gab es heute endlich mal wieder einen Saunabesuch. Ohhh wie ich den vermisst habe. Bis 2019 hatte ich 15 Jahre lang eine eigene Sauna und konnte jederzeit meinen Körper ins Warme schwingen und meiner Muskulatur Gutes tun. Nun bin ich -vorerst- auf externe Angebote angewiesen, daher kommt es nicht mehr all zu oft vor.


Umso angenehmer und wohltuender war der Saunabesuch. Danach fühlten sich zwar die Beine an wie Pudding, weil die Muskeln das offenbar nicht mehr gewohnt sind, aber es tat trotzdem gut. Die nächsten Tage (morgen?) werde ich mal wieder eine Laufeinheit machen, der Nachtlauf ist ja nun auch schon wieder knapp ne Woche vorbei und die Knie fangen wieder an zu schmerzen, weil die Bewegung oder besser gesagt die Belastung fehlt.


Ansonsten sind wir, glaube ich, mit den Vorbereitungen fertig. Gestern rief mich nochmal ein Journalist aus Potsdam an, er kommt nächste Woche zu mir für ein größeres Interview. Toll, bin gespannt! Mir scheint, wir müssen wirklich hoffen und evtl. auch ein bisschen bangen, dass die Coronazahlen in den nächsten 3 Wochen nur gering steigen. Im Moment sieht es noch gut aus, aber die Zahlen steigen eben doch. Es wäre echt verdammt sch... schade, wenn wir das Event eine Woche vorher kenzeln müssten. Drückt uns die Daumen, dass die Zahlen human bleiben, dass das Wetter mitspielt und wir bis dato alle fit sind. iNgO


04.08.2021 - Es ist schon ein wenig komisch. In den Perioden, in welchen ich kaum bis gar nicht laufe, vergehen 20 / 30 Tage wie im Flug und schwupp denke ich "Huch, schon wieder ein Monat her, dass ich laufen war". Und in Phasen, in welchen ich ein Projekt habe, kommen mir 3 Tage ohne laufen vor, wie 3 Wochen ohne laufen. Manchmal muss ich innehalten und darüber nachdenken, wann ich genau laufen war und ob ich evtl. einen Tag verpasst habe. UND trotzdem freue ich mich auf September. Endlich wieder weniger laufen dürfen.


Übrigens kann ich verkünden, dass unser Spendenzähler die 10.000,-€ - Marke geknackt hat. Natürlich sind wir begeistert und hoch erfreut, solch eine Summe drei Wochen vor unserem Lauf erreicht zu haben. Das hebt unsere Motivation nochmals ein Stück weiter an. Jedoch werden wir natürlich nun größenwahnsinnig und peilen die nächste Stufe der möglichen 15.000,-€. ;-)


Daher formuliere ich heute mal im Logbuch einen kleinen Spendenaufruf. Begeistert, pusht und motiviert uns, treibt uns an, spornt uns an, mit Eurer Spende für den Unterstützungsfonds des Mukoviszidose e.V. (www.muko.info/spendenhelfen/faq/so-helfen-ihre-spenden/unterstuetzungsfonds). Spenden kann man ganz einfach, indem man entweder auf mein Logo oder auf den Spendenbutton klickt und über das Portal Altruja, welches direkt mit dem Muko e.V. verknüpft ist, spendet. Dadurch geht Eure Spende direkt zu 100% an unseren Verein. Herzlichen DANK im Namen alle Mitstreiter! Viele sonnige Grüße, iNgO


03.08.2021 - Noch 24 Tage...


Mit dem Lauf vom Freitag auf Samstag letzter Woche, habe ich die 50 voll gemacht. Mir war dies gar nicht so bewusst, ich habe es eigentlich nur durch Zufall gesehen, beim Nachtragen. 50 Läufe über 20km von 2011 bis 2021. 


Gut, ein Profisportler erwidert darauf sicherlich, dass er dies in einem, statt in zehn Jahren schafft. Dafür darf ich dann mit zwei überlebten, sehr harten, lebensrettenden Operationen glänzen und kontern.


Das nebenstehende Foto ist aus dem Jahr 2011 - vom ersten Marathon. Ja, mich gab es auch mal in jünger :-).


02.08.2021 - Hier mein zweiter Beitrag zum Logbuch:


Im Juli bin ich wieder 100 km gelaufen. Lauftraining bedeutet aber auch, mal andere Sportarten dazwischen zu schieben, mal Yoga oder Rumpfstärkung zu betreiben, oder das Fahrrad zu benutzen: Ich bin im Juli mit Jonas und Schwiegervater Willy von München nach Oberaudorf (Südgrenze Deutschlands) geradelt - das waren mit einem Ausflug zum österreichischen Walchsee ca. 200 km in drei Tagen. Bestes Wetter machten die Tour zu einem schönen Trainingserlebnis!


Am Donnerstag (29.07.) dann ein kleiner Rückschlag: Beim Laufen bin ich über einen Stein gestürzt und musste mit Knie und Ellenbogen auf dem Schotterweg bremsen. Eine stark blutende Verletzung, aber das Kniegelenk selbst ist zum Glück verschont geblieben, und am Dienstag laufe ich voraussichtlich wieder.



Danke für die tolle Motiviation durch Euer Sponsoring! VG Stephan

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01.08.2021 - Nachttraining von Freitag auf Samstag. Letzter großer Trainingslauf vor DEM Lauf. Boah, war das anstrengend!


Ich bin dann doch ins Auto gestiegen und nach MD gedüst. Wen wundert´s? Wahrscheinlich niemanden. Aber ich hätte am Samstag so oder so einen langen Lauf gehabt und so konnte ich zum einen mal was anderes machen und zum anderen auch mal wieder MIT anderen laufen.


Obwohl ich nicht ganz ausgeruht war, lief es 25km super. Mit einem 6´30´´- Schnitt auf dem Kilometer, war ich vollends zufrieden und ich merkte, dass ich genau 4 Wochen vor dem Event "on fire" bin. Endlich fängt es an zu kribbeln. Keine 30 Minuten später war aus dem Feuer wieder eine kleine Flamme geworden und das Kribbeln war weg. Ab dem Dreißigsten KM ging es bergab. Ich musste fortan beißen. Während andere dem lauen Lüftchen entgegenfröhnten, streifte ich bereits die vierte Lage an Oberteilen drüber, um nicht zu frieren. Es hatte ca. 15 Grad mit leichtem Wind, das war mir schon zu kühl. Also merke, Nachtlauf is nix für mich, außer als gefühltes Michelinmännchen.


Es wurden dann doch noch 46km. Aber dafür ziemlich harte zehn zwischen dem 30. & 40. Ab 40 ging es wieder, weil mein Körper wohl verstand, dass es das Hirn nicht interessiert. Der heutige Sonntag gestaltet sich nach 13 Stunden Schlaf recht gut und ich bin wieder "on fire". Gerade noch so konnte ich die Pace mit 6min 56sec. pro Kilometer unter der Sieben halten.


Fazits: 1. Ich werde das Meiste gleich am Tag laufen, 2. Das nachts laufen wird - wenn überhaupt - ein nachts gehen! 3. Ab Sonntagnachmittag werde ich dann wohl mindestens 20 Stunden Schlaf brauchen oder eben gleich 24h, nach dem 24 Stunden-Lauf. Die Schlafperioden kann ich überhaupt nicht einschätzen. Wie ich mich kenne, komme ich dazwischen gar nicht zur Ruhe(?)!


Ab nun gibt es nur noch leichte Trainingseinheiten mit 10-15 km, evtl. mal nen ganz lockeren Halbmarathon, ein bisschen Radfahren und ansonsten Erholung. Wieder mehr Essen, da ich doch etwas abgenommen habe (ja, das geht, auch wenn alle dann immer fragen, wo ich noch abnehmen kann... unter der Zunge ;-)) durch das viele Training. Im März waren es 105 km, im April "nur" 95 km, dann im Mai 100 km, im Juni sogar mal 161 km & im Juli dann nochmals 145 km. Nun geht´s ins Regenerieren, Musikhören und mit großer Freude auf den Tag der Tage zu. Keine vier Wochen mehr... 26 Tage noch... eine schöne Woche Euch.


31.08.2021 - SwissAlpine K43 - Teil 2 - von Thomas Kotzur

1 Woche ist mein SwissAlpine nun her. Wie schon erwähnt war mein Ruhepuls kurz vor dem Start sehr hoch. 127 Schläge/min. Leider wurde das während des Laufes nicht viel besser. Bei KM 2 blick auf die Uhr. Pace passt! Puls 168. Sehr hoch. Im Allgemeinen fühle ich mich aber sehr gut. Bekomme gut Luft, meine Wade macht auch gut mit. Leider läuft es bei meinem (Lauf-) Freund (Uwe)nicht so gut. Er hat Probleme mit dem Knie und seinen Kniebandagen. Bei KM 4 überlegt er auszusteigen. Wir machen eine kurze Pause. Für mich war klar: Wenn er aussteigt, bleibe ich bei ihm. So würde er es auch bei mir machen. Ich sag nur „2 wie Pech und Schwefel“. Nachdem er seine Bandagen abgelegt und verstaut hat ging es im deutlich besser. Er beschließt doch erstmal weiter zu laufen. Und es wurde richtig gut. - im Bild: Dischmatal ca. KM 7

Der erste Teil des Laufes geht es das Dischmatal hinauf. Rund 14km ist das Tal lang und man überwindet rund 400Höhenmeter.

Für uns läuft es super. Wir haben eine menge Spaß beim Laufen und den Anstiegen. Uwe macht mir einen tollen Pacemaker die Steilstufen im Dischma hoch. Davon gibt es 2 Stück mit je ca. 50 Höhenmeter auf ca. 400m. Aber in dieser schönen Landschaft ist jeder Schmerz ein Vergnügen.


Im Bild: Steilstufe 1 von 2 - Links den Weg hoch.



Wir sind bereits nach 1h 50min am Ende des Tals angelegt. 10min schneller als letztes Jahr. Wir fühlen uns super, sind uns aber bewusst das es nun hart wird. Der Scalettepass steht uns bevor. Ca. 3,5km Strecke und 600Hm erwarten uns.

Zum Scaletta? - Immer dem Weg nach. Dann rechts nach oben!


Und das Wetter wird schlechter. In der Zwischenzeit hat es zu regnen begonnen. Regen? Pah! Egal! Haben wir doch bei jedem Wetter Spaß beim laufen. 

Naja bei fast jedem Wetter. Wir haben den Pass schon zur Hälfte hinter uns, als es auf unserer Höhe zu blitzen und donnern beginnt.


Wir bleiben stehen und beratschlagen uns: „Was machen wir nun?“ - „zurück ins Dischmatal und dann direkt durch das Gewitter laufen“ - „oder laufen wir weiter und versuchen das Gewitter hinter uns zu lassen?“ Wir entscheiden uns für Option 2: Weiter laufen.


Im Durchschnitt 17,2 % Steigung. Und das Wetter wurde wieder besser. Zumindest vorübergehend. Nach 3h 5m waren wir dann auf der Passhöhe. Wir konnten unsere Zeit halten und haben uns sehr gefreut.


Am Scalettapass auf 2611m ü.NN.



Dann kam der Panoramatrail. Laufspaß vom Feinsten. Schmaler Pfad, leichtes Auf und Ab, dazu immer wieder mal Steine und kleinere Stufen.


Herrlich. Das macht Freude. :-)



Stolpern sollte man am Panoramatrail nicht.


KM 23. Der nächste Pass steht uns bevor. Der Sertigpass. Rund 2km und 350Hm stehen wieder an. Leider wurde das Wetter wieder schlechter. Leichter Hagel, starker Regen und das nächste Gewitter ziehen heran. An der Versorgung trinken wir mit Genuss 2 Becher warme Gemüseboullion. Oh tut das gut. Salzig warm… wow das stärkt.


Eine Wohltat. Lange halten wir uns dort nicht auf, schließlich haben wir ein Ziel zu erreichen. 7h 45min haben wir uns für diese Strecke gesteckt.


Am Sertigpass angekommen ist es auf 2739m ziemlich kalt. Und nass und nebelig. Habe ich schon erwähnt, dass es wieder mal Gewittert? Spaß haben wir trotzdem:

Spaß am Sertigpass


Der steile Teil des Abstiegs sind rund 2km mit ca. 500Hm im Abstieg. Das zieht in den Oberschenkel. Jede Faser schreit da: „Was machst du mit mir?“ Aber es macht Spaß. Mein Puls hat sich in der Zwischenzeit um ca. 10 Schläge beruhigt. Im flacheren Teil des Abstiegs kann man wieder schön laufen. Der Weg ist flacher mit weniger Stolperstellen.

Als wir in Sertig-Dörfji ankommen wird das Wetter deutlich besser. Die Gewitter liegen hinter uns, es hat aufgehört zu Regnen und was ist das? Ist da am Horizont etwas blauer Himmel? Das beflügelt. Es liegen jetzt noch ca. 11km und 150Hm vor uns. Dafür haben wir nicht mehr ganz 2 Stunden um unser selbst gestecktes Ziel zu erreichen. Ab hier war uns klar. Das schaffen wir.


Nach einem kurzen kleineren Aufstieg (ca. 20Hm) geht es auf einen schönen Wanderpfad in den Wald. Auch wenn dieser Teil der Strecke im Schnitt bergab geht, strengt er an. Man läuft schneller, aber immer wieder kommen kleinere Bergauf-Passagen welche (mich zumindest) viel Kraft kosten. Eigentlich verläuft der Teil so 5 bzw. 10m hoch und 15 - 20m wieder runter. Als wir auf die Uhr schauen wird uns klar: Sogar die 7h 30min sind nun in realistische Nähe gerückt. Die 7h45 sind nun Pflicht! Alles andere ist Kür.


Es erwarten uns nochmals 2-3 fiese kurze Anstiege. Der Letzte ca. 1,7km vor dem Ziel. Den kann ich leider nicht laufen. Das kostet zu viel Kraft. Nach über 1400Hm im Aufstieg merke ich jeden Meter. Das tut weh. Dann kommt das magische Schild: KM 1. Noch 1000 Meter ins Ziel.


Wir biegen auf den Sportplatz ein. Noch 300m. Mein Wade hat die ganze Strecke gehalten. Keine Schmerzen. Ab und zu leicht gezwickt. Das warst auch schon. Der Stadionsprecher sagt uns mit dem Teamnamen an und wir müssen lachen. „Hier kommen vom Team Rolli & Plauzti on Tour, Thomas Kotzur und Uwe Leuschner“. Dann das Ziel. Wir können es selbst kaum glauben. Nach 7h32m und 14Sek. haben wir es geschafft.


Vor Erleichterung und Glück fallen wir uns mit Tränen in den Augen in die Arme. Was für ein Lauf. Und ich bin so glücklich mit diesem Menschen durch Hochs und Tiefs gehen zu dürfen. Immer zu Wissen: Wir können uns aufeinander verlassen!



Im Ziel nach 7Stunden 32min 14 sek. - 42,7km mit 1460 HM im Auf und Abstieg.


Und jetzt?


Jetzt ist erstmal Erholungspause. Dann geht es mit viel Vorfreude und gut erholt nach Magdeburg. Kinder was freue ich mich schon darauf!


Das wird genauso super. Laufen mit tollen Menschen:



DAS IST MEIN GLÜCK!


30.07.2021 - So... heute nun ist der letzte Interview-Beitrag beim Muko-Blog (blog.muko.info) erschienen und damit die Serie komplettiert. Da ich denke, dass -bei Interesse- für heute genügend Lesestoff vorhanden ist, endet der heutige Eintrag schon nach den Links. Liebe Grüße & ein schönes Wochenende, iNgO. PS: Ich weis immer noch nicht, ob ich heute Abend zum Nachlauf nach Magdeburg düse.

...mit einem KLICK zu den Interviews und Berichten... 


28.07. & 29.07.2021 - Nach 8 Tagen sportfrei im Urlaub hieß es am Monat und Dienstag wieder SPORTFREI! Nach den 14km am Montag, von welchen ich schon berichtete, gab es am Dienstag gleich nochmal 10km Rad und 21,1km laufen in 2h 04min. Damit bin ich zurück im Training. Ab Donnerstag Abend bin ich wieder zu Hause und überlege ernsthaft, ob ich am Freitag schon wieder nach Magdeburg zum Nacht-Lauf-Training düsen soll. Heiko hat dazu aufgerufen und es haben sich -bis jetzt- 9 Leute angemeldet. Hmm, bin Hin und Her gerissen. Eigentlich brauche ich den Nachttrainingslauf nicht, weil ich wohl das Meiste am Tag laufe, andererseits.. puh... ich weis es nicht.


Ein neuer Artikel ist auch in der Volksstimme Magdeburg erschienen zum unserem Event und dem Testlauf am Freitag jetzt. Morgen werde ich mal einen Eintrag über unsere Medienberichterstattung im Logbuch zusammenfassen. Grüße iNgO.


27.07.2021 - Wie bereits gestern angerissen gibt es heute einen tollen, mitreißenden Logbucheintrag von Thomas zu seinem erfolgreichen Finish am letzten Wochenende.


SwissAlpine K43 - Teil 1

Wow. Was für ein Event und was für aufreibende Wochen. Aber ich fange mal von vorne an:

Vor rund 3 Wochen berichtete ich über eine gereizte Achillessehne, welche mein Training jäh unterbrochen hat. Ich hatte viel Angst: „Wie geht es weiter?“, „Muss ich die Saison abbrechen?“, „Werde ich Davos laufen können?“, „Wann lassen die Schmerzen nach bzw. Hören auf?“. Viele Fragen welche mich psychisch sehr sehr belastet haben, liegt mir doch sehr viel an diesem Projekt.

 

Zeitsprung: Wettkampfwoche.

  • Montag: Wow keine Schmerzen mehr in der Wade. Alles war super. Aber ich habe mich nicht getraut zu laufen. Wollte das frische Glück nicht kaputt machen. Weiter auskurieren war das Motto. Die Hoffnung kam zurück.

 

  • Dienstag: Weiter alles gut. Ein paar Spaziergänge, die Wade hat gehalten. YES! Davos rückt näher.

 

  • Mittwoch: Nach der Arbeit in die nächste Stadt zum Kaffee trinken. Auf dem Weg zum Café dann ist es passiert: Ein stechender Wadenschmerz. Kann kaum noch laufen. Ich bin am Boden zerstört. Alles was mühsam aufgebaut war, ist vermeintlich zerstört. Nachmittags zum Arzt. Sehne nicht geschwollen. War wohl nur ein fieser Krampf. Ein wenig Hoffnung kommt zurück. Aber auch die Angst: Wie geht es weiter? Hält die Wade nun?

 

  • Donnerstag: Abreise. Die Wade schmerzt noch ein keines bisschen vom Krampf. Aber die Freude kommt immer mehr zurück.

 

  • Freitag: Ein langer strammer Spaziergang in Davos (rund 12km). Keine Schmerzen, keine Zwicken. Alles gut. Ich freue mich wieder auf Sonntag - den Renntag.


  • Samstag: Mit der Bergbahn auf das Jakobshorn auf rund 2600 M.ü.NN. Ein wenig Höhenluft schnuppern. Von der Bergstation eine kleine Wanderung bergab zur Mittelstation. Rund 4km und 550 HM im Abstieg. Aber auch hier alles gut. Meine Ängste sind so gut wie weg. Am Abend bereite ich noch meine Sachen für den großen Lauf vor.


  • Sonntag: Wettkampf- /Renntag! Ich werde noch vor dem Wecker um kurz nach 5 wach. Habe das erste mal seit 5 Tagen gut durchgeschlafen. Am Wettkampf habe ich immer ein festes Ritual bzw. einen festen Ablauf.


1. Ins Bad und richten. (Duschen, Zähneputzen etc…)

2. Getränke richten. (Elektrolyt-Getränk auflösen und Trinkblase füllen)

3. Anziehen. Erst Hose, dann Kompressionsstrümpfe, dann Armstulpen, dann Shirt.

4. Laufrucksack bestücken. (Müsli Riegel, Hydrogels und Früchtepüree im Beutel, Salztabletten und Magnesium)

5. Zum Frühstück.


Dann ging es zum Bus. 

Mit dem Bus zum Start.

Wow, so aufgeregt war ich schon ewig nicht mehr vor einem Wettkampf. Mein Ruhepuls lag bei 127 kurz vor dem Start. Ich kämpfe mit Tränen vor Freude und Angst. Wie wird es mit der Wade? Wie bleibt das Wetter? Dankbarkeit so einen Lauf machen zu dürfen und das trotz CF!


Dann kam der Startschuss. Es geht los. Endlich!


Wie es weitergeht schreibe ich euch in den nächsten Tagen. Seid gespannt auf SwissAlpine K43 - Teil 2


26.07.2021 - Am Rande des Mittelpunkts der Mecklenburger Seenplatte angekommen freue ich mich über Thomas seinen Erfolg beim Swiss-Alpine in Davos. Er hat seinen bisherigen Rekord um über 20 Minuten (!) verbessert beim K43. Aber ich denke, er wird sich selbst hier noch melden und von seinem Erfolg berichten... ich möchte da auch nicht vorgreifen.


Ich habe es heute mal geschafft die Laufschuhe zu suchen und habe sie auch gefunden. Zehn Kilometer zum Warmwerden... dann war ich endlich "wach" ... musste ich nach weiteren 4km aufgrund eines enormen Wolkenbruchs und Starkregen aufhören. 14 Kilometer, naja... trotzdem hat es Spaß gemacht 3/4km im totalen Regen zu laufen... dann muss ich wohl morgen wieder ran.


Mir ist übrigens aufgefallen, dass wir in Schwerin genau um die Tage waren, als ich vor 5 Jahren aus dem Krankenhaus entlassen wurde und im Moment sind wir auf dem Campingplatz, wo wir vor fünf Jahren 3 Tage gastierten, auf dem Weg nach Schwerin, um nochmal in sich zu gehen. Komisches Gefühl. Also es ist auch ein bisschen eine Reise in die Vergangenheit im Moment.


Ich werde heute nochmal die Jungs anschreiben und zu mehr Input animieren, weil das Logbuch ja unserer Challenge-Vorbereitung dient und ich nicht der Alleinunterhalter sein sollte. ;-) Nun denn, bis morgen oder übermorgen, Grüße iNgO.


24.07 & 25.07.2021 - Heute bin ich es wieder und Grüße nochmals von der Ostsee, der Insel Poel. Über eine Woche kein Sport, na gut, lange spazieren gehen, am Strand bummeln, stundenlang mit dem Rad unterwegs sein rudern & schwimmen ist zwar auch Sport, aber nicht DER Sport, welchen ich im Moment zelebrieren sollte. Aber es tut mal gut, nix zu tun und es fehlt mir nicht. Trotzdem sollte ich es nicht zu lange schleifen lassen, ich denke morgen oder spätestens übermorgen sollte ich wieder sporteln.


Und es ist auch zwischen uns Jungs verdammt ruhig gerade. Einige sind - wie Stephan und ich - im Urlaub, andere wie Thomas,  sind in der Schweiz ... läuft sehr erfolgreich "einfach mal so" den Swiss-Alpine, Hesi läuft und radelt und läuft und radelt und bereitet sich auf sein Radevent in Hamburg noch vor der Challenge vor und Richard ist ebenso ruhig. Ist das unser alle Ruhe vor dem Sturm in 4 Wochen ;-) oder bekommen wir gerade alle ein bisschen Schiss? Ich glaube letzteres wird es wohl nicht sein. Man kann auch nicht wochenlang, Tag für Tag brennen und ein wenig Zeit ist ja auch noch. So, das Meer ruft... Grüße iNgO.


22.07. & 23.07.2021 - Hallo, da Ingo im Moment im Urlaub verweilt und kaum Handyempfang hat, übernehme ich heute das Logbuch mit meinem Eintrag. Ich bin Reiner und wollte mich ja sowieso mit einem Eintrag melden, aber da ich so gar nicht der Schreiberling bin, werden meine Beiträge wahrscheinlich etwas dürftiger ausschauen. Aber I do my best, oder wie sagt man. 😃


In meinem ersten Blockbeitrag, möchte ich kurz über mich und meinen aktuellen Trainingsstand berichten. Nachdem ich wegen Langzeit- Achillisproblemen 2020 von Januar bis August mit dem Laufen pausiert habe, läuft es mittlerweile wieder ganz gut. Seit Januar habe ich mein Training kontinuierlich steigern können, so dass ich im Monat durchschnittlich auf 110 Laufkilometer gekommen bin. Da ich zu der 24h CF Lauf-Challenge noch für das Radrennen Cyclassics in HH trainiere, muss ich schauen, dass ich den Ballance-Akt zwischen verbrauchte Kalorien und dem Essen hin bekomme, um nicht weiter abzunehmen. Vor 14 Tagen, Sonntags, bin ich dann spontan bei uns auf dem Sportplatz auf der Laufbahn gewesen, wo ich 130x400m in einer Gesamtzeit von 8 Stunden gelaufen bin, incl. 2 1/2 h Pause.


Das war, denke ich, ein guter Test und die Spitze meines Lauf-Trainings vor der Challenge. Leider habe ich mir bei diesem Lauf eine Sehnenreizung auf dem rechten Außenfuß zugezogen. Die ganze Challenge ist eine tolle Aktion, die wir gemeinsam hoffentlich gewuppt bekommen. Ob wir unser Ziel schaffen die gesteckten 240km zu erreichen, bleibt also immer noch eine Überraschungskiste. Meine Vorfreude für die gute Sache, Kilometer zu sammeln, bleibt groß. Auf die Pause werde ich mich sicher am meisten freuen. Hi hi 😃 LG Hesi


20.07. & 21.07.2021 - Im Urlaub erlaube ich mir mal 2 Tage Logbuch zusammen zu fassen. Am traumhaften Schweriner See sitzend ist es mal schön, ein paar Tage was anderes im Kopf zu haben als Sport & Projekt. Und sich auch mal ganz normal zu bewegen, sprich nicht immer Vollgas im Laufen und Radeln zu geben, ist für den Körper auch eine Zwischenerholung. 20 - 30 Kilometer gemütliches Radeln macht auch Spaß. Morgen ist das Wetter wieder besser und wir wollen mit dem Boot rausfahren. Sollte das Wasser nicht zu kalt sein, werde ich mal eine Schwimmeinheit einlegen, nicht dass ich noch einroste. Und Schwimmen war ich - auch coronabedingt - nun wirklich schon ewig nicht mehr. Wohl 2019 das letzte Mal... ob ich wohl untergehe? ;-)


Hier und da gibt es noch Mails zum Projekt und Gedanken, aber ich kann wirklich gerade gut auftanken und die Seele baumeln lassen. Das letzte Mal, als ich in Schwerin war, habe ich die Stadt mit 55kg Körpergewicht und langsamen Gehen nach meiner schweren OP vor 5 Jahren verlassen. Gestern waren wir genau in dieser Stadt zum All-You-Can-Eat. Mit circa 67kg und fit befindet sich gerade ein anderer Ingo in der Stadt und es tut gut! Welten liegen dazwischen! An bestimmten Punkten -dem Krankenhaus, dem Campingplatz, auf welchem meine Frau damals war, habe ich noch ganz genau die Gedanken und Gefühle von damals in mir. Umso dankbarer bin ich, dass ich bisher von einer weiteren OP - Dank Kaftrio! - verschont worden bin und es genießen kann. Aber ich weis auch, dass mich mein Körper irgendwann doch wieder in diese Stadt treiben wird. Aber bis dahin koste ich das Leben aus. Genießt die Sonne, bleibt gesund... Grüße iNgO


19.07.2021 - Ich habe gestern ein wenig Jan Frodeno - den mehrfachen Ironmansieger auf Hawaii - live verfolgt, als er im persönlichen 1:1-Duell sich gegen den Kanadier Lionel Sanders ein Battle in der Ironman Distanz lieferte und einen neuen Weltrekord erstellt hat. Unter 7 1/2 Stunden, Wahnsinn. Ja, da kommt gleich wieder eigene Motivation und Push auf. Das erinnerte mich an 2015, als ich 3 Wochen vor meinem Ultra Jan in Frankfurt bei 38 Grad im Schatten eine neue Bestzeit schwimmen-radfahren-laufen sehen habe. Damals in 7 Stunden und knapp 50 Minuten. Ja, das war ein Erlebnis damals für mich, welches mit nochmals gepusht hatte für mein eigenes Ziel.


Ich glaube ich sollte mir zwei Wochen vorher auch nochmal solche Sequenzen anschauen, um mich für die Kilometerzahlen 50+ heiß zu machen, denn ab dann wird es hart und ab alle 5km mehr nach der 60 wird brutal. Da braucht man im Vorfeld mentale Anreize.


Aber nun heißt es zunächst ein paar Tage ausspannen. Ich muss mal was anderes im Kopf haben als Training, Garten und Projekt und so werden wir ein paar Tage wegfahren. Keine Sorge, das Logbuch wird weiterhin von uns gefüttert. Grüße iNgO


18.07.2021 - Beitrag Stephan Kruip... Es ist Sonntag, der 18.07.21. Nur noch 40 Tage bis zu unserem verrückten Lauf. Was habe ich da nur angefangen? Wenn mir jemand vor 15 Jahren vorausgesagt hätte, dass ich einmal versuchen würde, innerhalb von 24 Stunden fünfzig oder mehr Kilometer zu Fuß (!) zurückzulegen, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Und jetzt trainiere ich mit Läufen zwischen 20 und 30 km am Stück! Was ich spannend finde, sind die vielen Themen im Hintergrund:

 

  • Die richtige Ernährung: Was isst man, und wann? 
  • Der Salz-Ersatz: Ich schlucke Salz in 1-g-Tabletten.
  • Die richtige Kleidung: Seit neuestem habe ich Kompressionsstrümpfe, die die Waden schützen und die Durchblutung der Füße verbessern.
  • Die geeigneten Strecken: Am Freitag haben wir uns im Wald verlaufen und hatten am Ende 5 km mehr in den Beinen als geplant. 
  • Die verfügbare Zeit: irgendwie muss man das Training in den Alltag neben Beruf, Familie, Therapie und Vereinsarbeit einbauen, und 
  • die Trainings-Pläne: Ich habe mir heute einen Trainingsplan von einem Vorschlag fürs Marathontraining abgeleitet, demnach müsste ich in den nächsten 40 Tagen noch 250 km laufen. Mal sehen, ob das klappt.


Bislang tut nichts weh - von Muskelkater und dem einen oder anderen Zwickerlein abgesehen.

Das Wichtigste: Ihr motiviert uns mit Spenden zum Laufen, das finde ich klasse!!


17.07.2021 - Am Wochenende haben wir Sabine und Heiko von der MLK bei uns zu Gast. Mit Heiko habe ich, heute am Samstag, einen knackigen 25-Kilometer-Lauf gemacht. Über Stock und Stein, Wald, Straße, Sand, es erinnerte uns ein wenig an unseren gemeinsamen Brockenmarathon. Und dann eine Pace von 05:59min/km. 25km in 2:30h, sehr gut. Dafür taten uns anschließend beiden aber die Oberschenkel ordentlich weh, welche wir mir ein paar mehr alkoholfreien Bieren im Nachhinein -nicht wortwörtlich- begossen.


Später wurden noch ein paar Detailfragen und Gedanken bzgl. des 24 Stundenlaufs in Magdeburg besprochen und lecker gegessen. Wir haben leider bisher noch eine sehr geringe Teilnehmerzahl und hoffen, dass sich dies in den kommenden Wochen noch ändert. Ansonsten sind wir, was man im Voraus planen kann, fertig und hoffen auf schönes Wetter, geringe Coronazahlen und Auflagen, sowie ein tolles, erfolgreiches Event. Nun wünsche ich allen einen schönen Sonntag, Grüße iNgO


16.07.2021 - Schon gestern war ich mit meinem Eintrag für meine Verhältnisse sehr wortkarg, da ich die Bilder der Überschwemmungen sah. Heute bleibt mir -statt über unser Projektstand zu berichten- nur mein Mitgefühl für die Menschen in den Überflutungsgebieten auszudrücken!  Tragisch, fassungslos, hilflos, machtlos ...


15.07.2021 - Also wenn ich mir die Zugriffszahlen so anschaue, scheinen doch einige wieder das Logbuch mitzulesen. Das ist sehr erfreulich und zeigt auch, dass Interesse an unserem Projekt. Schön!


Aus dem Radfahren ist irgendwie Rasenmähen, Hecke und Sträucher beschneiden und sonstige Gartenarbeit geworden. Naja, das ist ja auch Sport und wer weis, was ich am Samstag mit Heiko laufe, da tut es auch mal gut, weniger zu machen. Kurz wird es sicher nicht, aber allzu lang sollte es auch nicht werden. 


Da ich heute mal ein bisschen schreibfaul bin, war es das heute auch schon. Kommt gut ins Wochenende rein... Grüße iNgO


14.07.2021 - Moinsen... nun, was gibt es Neues? Eigentlich nix, daher möchte ich mal ein bisschen auf den Tag selbst, den 28. August, eingehen. Wir haben vor Ort auch einen Muko-Infostand, welcher von der CF-Selbsthilfe Braunschweig betreut wird und an welchem sich Teilnehmer & Zuschauer über Mukoviszidose informieren können. Vielen Dank schon jetzt einmal an Franziska Wotipka, an Andreas Jäger, sowie an Christoph Bethge -einem CFler aus Magdeburg-  für die tolle Unterstützung dann vor Ort. Super! Merci.


Vorrangig ist allerdings der Dank, welchen ich stellvertretend für unseren Verein und meine Mitläufer aussprechen möchte, an die Magdeburger LaufKultur 08 e.V. - allen voran Sabine & Heiko Björn, welche sich seit Wochen um die Organisation dieses 24h-Spendenlauf kümmern. Zusammen haben wir in unzähligen Telefonaten und Emails Gedanken der Umsetzung ausgetauscht, bis uns die Köpfe rauchten. DANKE Sabine!


Unser Spendenstand beträgt im Moment fantastische 4.125,-€. Folgenden Sponsoren -alphabetisch und ohne Spendenrankingcharakter- unterstützen uns bisher. Aposan, cf.md, Erdinger Brauerei, Informatica, Malteser Hilfsdienst, Mary`s Apotheke Bogenhausen, Rainfarn-Apotheke München. Allen schon jetzt ein ganz herzliches Dankeschön!


Auch unserer Geschäftsstelle (Anke, Carola & Juliane) möchte ich in meinen heutigen Dank einschließen, welche unsere/meine Ideen von Anfang an tragen, mit großer Begeisterung umsetzen und unsere Challenge unterstützen, sowie mit Interviews, Postings & Co in die Welt tragen. Merci beaucoup!


Uuunnnd, natürlich die vielen Helferlein, welche uns rund um den Tag unterstützen, ohne Euch ginge es ebenso nicht, Thanks!


13.07.2021 - Gestern und heute waren zwei gute Projekttage! Es sind ein paar Spenden herein gekommen, ich konnte eine Idee erfolgreich abhaken, habe einen Sponsor für unsere Laufkleidung gewinnen können und meinen Füßen & Beinen geht es nach Samstag wieder sehr gut. Hui, nur noch 3 große Trainingsläufe. Der vor-vor-letzte Lauf wird an diesem Wochenende mit Heiko bei mir daheim sein. Wir gucken mal, wie weit uns der Wind so treibt.


Zu der Erwähnung unserer Sponsoren werde ich die Tage noch ein paar Sätze schreiben, ebenso zu unseren fleißigen Helferlein, welche sich vorab schon bereiterklärt haben am und um den 28. August bei unserem Spendenlauf mitzuhelfen. Auch wenn wir mit unserem Spendenstand ganz und gar nicht unzufrieden sind, aber der erhöht sich bestimmt noch, oder?!


Nun sind es nur noch 45 Tage und was vor Monaten noch als Vision in der Luft schwebte nimmt nun Formen an. Für neue Taktiken ist es zu spät, jeder versucht inzwischen abschließend an seiner Lauftaktik zu feilen. Und, jeder -so scheint es- hat seine individuelle eigene Taktik. Ich selbst bin ebenso gespannt, wie ich es für mich dieses Mal mit meiner Musik mache. Sonst laufe ich ja immer allein, im Training, im Wettbewerb, aber dieses Mal laufen wir mal allein, mal zu zweit, zu dritt, zu ganz unterschiedlichen Zeiten...ich bin gespannt. Auf jeden Fall werde ich wohl ab Start zunächst durchlaufen. Auch wenn man eher davon abrät die große Distanz gleich zum Anfang komplett zu laufen, sondern sich aufgrund der 24h in Blöcken einzuteilen, hat sich bei mir nun doch gezeigt, zunächst am Tage -in der persönlichen Hoffnung es sind zwischen 26-30 Grad- die größte Distanz zu laufen und dann abschließend, wenn es nicht mehr geht, zu gehen. Dann kann ich mir in der Nacht ein wenig Ruhe gönnen, um in der Früh nochmals etwas zu laufen oder ein paar Runden zu gehen. Ich bin gespannt...


Nun denn, es ist jetzt Nacht... eventuell gibt es morgen eine kleine Radrunde, vor dem Samstagstrainingslauf... GN8 iNgO


12.07.2021 - Hallo liebe Leser*innen. Heute übernehme ich - Thomas Kotzur, einer von uns fünf Läufern am 28. August - mal den Logbucheintrag auf unserer Projektseite und möchte ein paar kurze Zeilen zu meinem Training schreiben. 


Nachdem der Juni richtig gut lief, mit über 200 Laufkilometer, stockt es leider im Juli etwas. Vor circa einer Woche wurde in meinem rechten Fuß eine gereizte Achillessehne diagnostiziert. Aktuell ist das Training also gestoppt, um dieses Problem sauber auszuheilen. Ich hoffe, dass es Ende dieser Woche wieder weitergehen kann, denn schließlich steht bei mir Ende Juli auch noch der SwissAlpine-Marathon vor der Tür.


Bleibt gesund und den anderen Mitläufern (ob mit oder ohne CF) weiterhin ein schönes erfolgreiches Training -Thomas.


11.07.2021 - Den gestrigen Lauf habe ich -trotz des unorthodoxen Rhythmus für mich- gut weggesteckt. Im Moment bin ich auf der mentalen Schiene, dass es nun langsam mal losgehen sollte mit unserem Event, denn durch lange Planung und das aufwendige Training bin ich vom Kopf her in der "ich-kann-es-nicht-mehr-erwarten"-Stimmung.


Ein bisschen Sorge macht mir die bisherige Gesamtteilnehmerzahl, schließlich ist ja nicht nur unsere Challenge geplant, sondern ein großer Spendenlauf für möglichst viele Marathon-& Ultramarathonläufer und jene, die es werden wollen. Hoffen wir, dass nach der Urlaubszeit die Anmeldungen noch steigen werden. Wer sich informieren möchte, kann dies hier tun: MLK 08 - Magdeburger LaufKultur 08 e.V. - laufend was veranstalten (magdeburger-laufkultur.de).


Mittlerweile ist es auch für mich in der Planung rum um unsere Challenge und der Mitorganisation des Events ruhiger geworden, so habe ich heute nach Wochen mal gar nichts getan dafür, außer einen Anruf getätigt. Sonst habe ich fast rund um die Uhr diesen Lauf, dieses Projekt, mein Training im Kopf und brenne mal wieder, so wie ich es meist für ein Projekt tue und auch schon in meinen Büchern beschrieben habe Laufend Mukoviszidose, na und?! in-go-go-go.


Und weil heute Sonntag war... soll es das schon für heute gewesen sein. Grüße iNgO-go-go.


10.07.2021 - Für mich stand heute nochmals ein zweigeteiltes Training auf dem Programm. Nachdem ich im Mai schon einmal das Gehen trainiert hatte (51km in 8 Stunden), habe ich mich heute für die Taktikerprobung des Gehen, Laufen, Gehen, Laufen... entschieden. Jedoch stellte sich schnell Ernüchterung ein. Das ist wohl nichts für mich. Nach den 10km gehen komme ich extrem schlecht ins Laufen. Hat sich mein Körper endlich daran gewöhnt, sind die 10km laufen schon wieder rum und ich gehe wieder. Dann fährt mein Körper runter und nach 10km strammen Spazierengehen soll ich wieder laufen. Da kommt mein Körper nicht mit klar. Das braucht -bei mir- viel mehr Energie, als wenn ich nur laufe. Daher sind es gestern 37 Kilometer in 5 Stunden geworden. 10 gehen, 10 laufen, 10 gehen, 7 laufen, danach hatte ich keine Lust mehr. Das hat mich zum Einen ein bisschen frustriert, zum Anderen weis ich nun aber auch, dass dies NICHT meine Taktik sein wird. Ich muss laufen! Bin gespannt, was die anderen zu diesem Thema und einer möglichen Taktik berichten.


Ferner mutmaße ich auch, dass mein Körper -momentan- über der Grenze ist. Ich glaube ich tue gut daran, wenn ich eine Woche jetzt die Füße stillhalte und nur ein bisschen Gartenarbeit mache. Euch ein schönen sonnigen Sonntag, iNgO-go-go.


09.07.2021 - Nun sind es nur noch 50 Tage bis zu unserer großen Laufchallenge. Wieder einmal heißt es "fifty days before". Und wieder einmal kann ich nicht einschätzen, was möglich ist. Bisher waren meine persönlichen Ziele klar definiert. Beim Marathon wusste ich, es sind 42km, beim Triathlon 1,5/40/10km, beim Ultra die 60 Kilometer, beim Trail war es auch klar, die 42km mit den 1.000HM. Aber nun ist es eine ganz andere Aufgabe. Wieviel schafft man -ich- in 24 Stunden, ohne sich nach 10-12-14 Stunden zu verausgaben?


Einige Monate der Planung und Mitorganisation liegen hinter mir. Ich bin der Mittelpunkt zwischen dem Veranstalter, der Magdeburger Laufkultur, unserer Geschäftsstelle, Kopf unserer Challenge und Ansprechpartner für unseren Muko-Stand vor Ort, welcher dankenswerter Weise von der CF-Selbsthilfe Braunschweig betreut wird, und dazu mein Training. Das ist dieses Mal schon eine neue Herausforderung, welche ungeheuer Spaß macht, aber auch zerrt. Ein bisschen freue ich mich heute schon auf den 30.08.21. Okay, auf den vielleicht nicht, weil ich wohl an diesem Tag noch nicht fähig sein werde schmerzfrei zu gehen, aber auf den 2./3. September, wenn ich wieder wesentlich kürzer treten darf, freue ich mich heute schon ein klein wenig.


In den kommenden 49 Tagen werde nicht nur ich das Logbuch füttern, sondern wir alle fünf unsere Gedanken, Gefühle, Emotionen und so weiter, mit Euch teilen. Sicher können wir Euch so noch ein wenig mehr für unser Vorhaben begeistern?!


Ich habe gestern Abend dem Muko e.V. über Instagram ein Live-Interview gegeben, welches man sich auch noch im Nachgang anschauen kann. Also, wer Interesse hat, ich habe es nachfolgend eingefügt. Nun, dass soll es für heute zunächst gewesen sein.


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen in den kommenden 7 Wochen, bleibt mir gesund, alles Gute, liebe Grüße iNgO-go-go.



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